Rapolder

We are Fans for Football

Die Redaktion | 26. Mai 2008 | 0 Kommentare
Die Geburtsstunde unseres Magazins lag bereits im Jahr 2006, als die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland zum Sommermärchen und für uns zum persönlichen Anpfiff wurde. Für die WM riefen wir unter dem Titel „wm0711” ein Projekt von Fans für Fans ins Leben, das während dieser Zeit authentisch und ungefiltert von den Spielen und Ereignissen rund um das Turnier in Stuttgart berichtete. Neben internationaler Aufmerksamkeit erhielt unsere Initiative eine Auszeichnung der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Dass eine Fußball-Weltmeisterschaft ein beeindruckendes und emotionales Großereignis mit sowohl integrativer als auch wirtschaftlicher Kraft darstellt, haben wir durch die WM im eigenen Land erlebt. Dass sie einen Rahmen für den Dialog über nationale sowie politische Grenzen hinweg bieten kann, zeigte die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit zahlreichen Veranstaltungen, Fachkonferenzen sowie Diskussionen im Vorfeld des Turniers.

Fans for Football

Um die Idee einer friedlichen und völkerverbindenden WM umzusetzen und den internationalen Erfahrungsaustausch zwischen Fußballfans zu fördern, hatte die FES schon 2005 die Initiative „Fans for Football” gegründet. Dabei fanden neben Treffen an allen zwölf WM-Austragungsorten, die in erster Linie einer innerdeutschen Bestandsaufnahme und regionalen Vernetzung dienten, Veranstaltungen mit VertreterInnen von Fanorganisationen, Medien, Vereinen, Sportprojekten sowie aus Politik und Verbänden in Paris, London, Warschau, São Paulo, Rom, Prag und Amsterdam statt. Dort konnten Belange, Kritik und Forderungen bezüglich der WM formuliert und diskutiert werden. Die deutschen Teilnehmer präsentierten ausgewählte Aktivitäten von Fans für Fans. Dazu gehörten auch wir mit unserem Projekt „wm0711”.

„wm0711“

Wir luden alle Fußballinteressierten aus aller Welt dazu ein, in unserem Blog als Fanreporter ihre Meinung und Erlebnisse rund um die WM am Spielort Stuttgart durch Texte, Fotos und sogar kleine Videos kundzutun. Und als Fußballfans dokumentierten wir natürlich fleißig mit. Damit boten wir jedem Fan zu und während der WM eine in dieser Form und ohne kommerziellen Hintergrund einzigartige Plattform, sich zu informieren, sich auszutauschen und über sich und die Weltmeisterschaft zu erzählen. So konnten wir unser Mosaiksteinchen zum farbenfrohen, weltoffenen Gesamtbild der WM beitragen und ihm unsere eigene Facette hinzufügen.

International Fan Congress

Die letzte Veranstaltung der Initiative „Fans for Football” war zwei Monate vor Beginn der WM der Internationale Fan-Kongress im Bonner Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung. Über 150 TeilnehmerInnen aus fünfzehn Ländern, darunter auch Fußballexperten wie Reiner Calmund und Uwe Rapolder, diskutierten am 6. und 7. April 2006 über vielfältige Themen des Fußballs, u.a. über die Kommerzialisierung des Sports, das Verhältnis von Fans und Sicherheitskräften oder das Thema Rassismus im Fußball.

Wettbewerb der Fan-Ideen

Zum Abschluss des Fan-Kongresses wurden die Preisträger des innerhalb des „Fans for Football”-Programms veranstalteten Wettbewerbs der Fan-Initiativen zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft von einer prominenten Jury ausgezeichnet. Der Wettbewerb stand unter der Schirmherrschaft von Willi Lemke, Senator für Bildung und Wissenschaft des Landes Bremen sowie einstiger Manager des SV Werder Bremen. Wir sind stolz darauf, dass auch wir mit unserem Projekt „wm0711” zu den drei Preisträgern zählten.

Die Presseerklärung der FES zu unserer Prämierung bringt’s auf den Punkt: „Dass die Fußball-WM ein unerhörtes Medienspektakel darstellt, war klar. Unklar war dem Fan bisher nur, wie er auf die Seite der Medienmacht gelangen kann. Die Lösung ist so einfach wie genial: Sowohl als Weblog als auch in gedruckter Form entsteht ein Magazin, das offen ist für die Beiträge aller Fußballfans rund um das Geschehen der WM. Die besten Geschichten erzählt bekanntlich das Leben. Sie publik zu machen und selbst die öffentliche Meinung mitzugestalten, dazu dient dieses zutiefst demokratische Reportage-Projekt.”

Oder mit Arsène Wenger, Trainer des FC Arsenal London und Jurymitglied: „Es ist vom größten Medienereignis aller Zeiten die Rede und von einem gigantischen Wirtschaftsfaktor. Doch die WM findet in erster Linie dort statt, wo die Menschen das Turnier gemeinsam erleben: im Austausch der Fans.”

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