Ein Genuss war das 2:0 durch van Persie. Robben war nach einem schöne Zuspiel von van Nistelrooy die linke Seite entlang gestürmt und schlug den entscheidenden Pass in den Sechzehnmeterraum. Das Tor fiel in die Drangphase der Franzosen, die es bis dahin nicht geschafft hatten, trotz mehrerer Möglichkeiten den Ausgleich zu erzielen. Dirk Kuyt vom FC Liverpool hatte bereits in der neunten Minute bei einem Eckball Malouda abgeschüttelt und unhaltbar zum 1:0 eingeköpft. Henry lupfte zuerst einen Ball übers Tor, erzielte dann aber den 2:1-Anschlusstreffer. Im Gegenzug erhöhte Robben mit einem sehenswerten Schuss aus spitzem Winkel auf 3:1, bei dem der französische Torhüter Grégory Coupet nicht gut aussah. Den Schlusspunkt setzte Wesley Sneijder in der Nachspielzeit und schickte die Equipe Tricolore mit einem 4:1 in die Kabine.
Das engagierte Auftreten der Mannschaft von Domenech konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade die Offensive nicht bestehen konnte gegen eine sichere holländische Abwehr. Einzig Franck Ribéry mit seiner individuellen Klasse stach heraus, aber vieles im Spielaufbau war mehr Zufall als Ergebnis eines taktischen Konzepts.
Van Basten hingegen hat seiner Mannschaft ein flexibles 4-2-3-1-System verpasst, mit der Doppelsechs aus de Jong und Engelaar und van Nistelrooy als Mittelstürmer. Seinen Mut, bei einer 1:0-Führung zwei Außenstürmer einzuwechseln sollte sich Raymond Domenech zum Vorbild nehmen. Der hatte schon im WM-Finale 2006 nicht den Mumm, einen zweiten Angreifer einzuwechseln, als sein Team drückend überlegen war. So hat Rumänien nun die beste Ausgangslange vor dem letzten Spieltag der Gruppe C. Italien und Frankreich sind auf die Hilfe der Niederlande angewiesen.














