Luis Aragonés konnte nur noch staunen. „Man sieht das von außen und fragt sich, wie er das gemacht hat”, sagte der Trainer nach dem Spiel der Presse. Villa hatte einen langen Ball aus der eigenen Abwehr aufgenommen, zwei müde schwedische Verteidiger überlistet und souverän ins lange Eck eingeschoben.
Die spanischen Medien feiern den aktuellen Spitzenreiter der Torjägerliste als „Lichtgestalt” und sparen nicht mit Lob für den Mann vom FC Valencia. Sein Sturmpartner Fernando Torres hatte die Selección in der 15. Minute in Führung gebracht, ehe Schwedens Torjäger Zlatan Ibrahimovic den Ausgleich erzielte (34.). Dessen Auswechslung zur Halbzeit hinterließ eine Lücke im Offensivspiel, die sein Ersatz Markus Rosenberg von Werder Bremen nicht füllen konnte. Kurz vor der Pause verweigerte Schiedsrichter Pieter Vink den Spaniern noch einen klaren Elfmeter, als Elmander Silva unsaft umrempelte; aber der Pfiff blieb aus.
Lange Zeit sah es nach einer Punkteteilung aus. Spanien war deutlich mehr am Ball, fand aber gegen die schwedische Abwehr keine Mittel. Allein Torres war hin und wieder für eine Aktion gut. Schweden hatte durch den Verlust von Ibrahimovic ebenfalls an Durchschlagskraft verloren und war bemüht, das Unentschieden zu halten. So war der Sieg für die Iberer deutlich mühevoller als noch gegen Russland.
Unsicher ist der Zustand von Carlos Puyol, der sich an der Fußsohle verletzte. Mit ihm ist die Defensive der Spanier wesentlich stabiler und gerade dort ist vermutlich ihr größter Schwachpunkt zu finden.














