ORF : Mit Schmackes 0:1

Thorsten Gohl | 24. Juni 2008 | 0 Kommentare
Im Vorfeld der Viertelfinalbegegnung zwischen der Türkei und Kroatien in Wien wurden wir als Fans vom österreichischen Fernsehen zum Interview gebeten. Mit Ball unter dem Arm, eben auf dem 5-gegen-5-Kleinspielfeld den FC Barcelona mit 6:0 deklassiert, dazu ein Tor geschrottet, und dann noch als deutsches Fußballmagazin. Wir machen unserem Namen alle Ehre. Das Frage- und Antwort-Spielchen mit den Kollegen vom ORF wird jedoch lediglich zum Geplänkel.

Die erste Frage ist schnell beantwortet. Bereits als Deutsche erkannt, machen wir natürlich auch keinen Hehl daraus, dass wir Jogi Löw und seiner Mannschaft die Daumen drücken. Wir gehören ja schließlich dazu, so als Fans. Trifft sich gut, dass unser Gegenüber ein Polo-Hemd mit einer 12 trägt. Doch scheint er sich nicht sonderlich auszukennen mit dem Spielplan; er weiß nicht mal, dass bereits das Viertelfinale ansteht. Naja, vielleicht hat ihn unser nassgeschwitztes Outfit etwas irritiert. Österreich ist ja auch schon ausgeschieden. Gegen wen nochmal?

Die zweite Frage ist eigentlich eher rhetorischer Natur. Die Ausrichter? Klar, die haben ihre Sache gut gemacht. Jedenfalls hier, wo wir sind, in Wien. Auch die Fanzone ist eine saubere Sache. Groß zwar, irgendwie völlig überdimensioniert, trotzdem angenehm; zumal abends bei den Spielen doch sehr viel los ist. Die Fanzone ist also völlig o.K. – und das meinen wir auch ernst. Das ORF freut sich. Man muss es uns nicht mal in den Mund legen.

Was gibt’s zum anstehenden Spiel der Türkei gegen Kroatien zu sagen? Gut, Bilic ist cool, aber das will keiner hören. Beinahe Verwunderung wird geerntet, als wir die Chancen der Türken auf 50% beziffern. Ein Phrasen- Schwein steht nicht parat. Auf die Frage, wer die besseren „Party-Tiger” seien, antworten wir nicht. Bei allem Respekt. Die Null muss stehen.

Mit Mauertaktik und Nadelstichen zum Erfolg. Die drei Punkte gehen ganz klar nach Stuttgart.

(Das Interview wurde übrigens im Vorbericht zu besagter Viertefinalpartie am 20. Juni gesendet.)

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