Lovric

Lovric schießt den FC Barcode ins Endspiel

Suni Musa | 12. Juli 2008 | 0 Kommentare
Am 12. Juli traf der FC Barcode im Halbfinale der Stadtliga Stuttgart auf die Mannschaft von Tünnes & Co. Trotz eines am Ende deutlichen 6:1-Erfolgs war es vor allem in der ersten Halbzeit doch recht spannend. Insbesondere war es einmal interessant zu sehen, wie sich das Barcode-Team ohne seine stärksten Offensivkräfte präsentierte. Anfangs blieb alles ein bisschen schwerfällig und zurückhaltend, doch dann schlug die Stunde des in den Angriff beorderten Tomislav Lovric.

In der Anfangsphase schienen beide Mannschaften ein wenig Respekt vor ihrem Gegenüber zu haben. Das legte sich allmählich nach etwas zehn Minuten, als die Angriffsversuche des FC Barcode immer direkter und präziser wurden. Fast wie aus dem Lehrbuch setzte man Tünnes & Co unter Druck. Doch wirklich Zwingendes kam nicht dabei heraus. Dann aber schlug die Stunde von Tommi Lovric.

1:0 in der 20. Minute, ein schöner Linksschuss aus der Drehung. Unhaltbar für den gegnerischen Torhüter. Klar, ihm war ja auch die Sicht versperrt. Nach dem Tor kehrte wieder etwas Ruhe ein. Nun konnte sich Tünnes & Co die eine oder andere aussichtsreiche Möglichkeit erspielen, gefährlich wurde es jedoch nie wirklich. Das Barcode-Mittelfeld fing so gut wie alles ab – aber eben nur fast.

1:1 in der 33. Minute. Eigentlich aus heiterem Himmel, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Foul. Kein Pfiff. Alle bleiben stehen. Nur Tünnes nicht. Schuss aus über 30 Metern. Für jeden, der nicht weiß, was ‘ne Bogenlampe ist: Der Ball ging richtig weit hoch in den bewölkten Himmel von Feuerbach und senkte sich dann im Bogen quasi unhaltbar in die Arme von Keeper Steffen Ehrhardt, der bei der Aktion alles andere als gut aussah, sondern eher witzig. Warum? Weil er den Ball zwar fing, aber selbst samt Kugel im Netz landete. Fliegenfänger sagt man in Fachkreisen, Amateur sagt man unter Vollprofis. Naja, man könnte auch gemein sein und sagen, er sei eingeschlafen, nachdem das Spiel bis dato nur auf ein Tor gegangen war. Aber vielleicht wollte er es einfach nur wieder spannend machen...

Wie dem auch sei, die Antwort des FC Barcode kam prompt und zwar wie aus einer 357er Magnum. Nach einer Abwehr des Tünnes-Schlussmanns kam Barcode-Kapitän Alex „Ballack” Gabriel an den Ball, der diesen ohne lange zu fackeln aus vollem Lauf flach ins lange Eck feuerte. 2:1. Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung seinen gewohnten Lauf... und bedarf im Grunde keiner weiteren ausführlicheren Erläuterung – bis auf die 62. Minute: Nach einem Zuspiel des Barcode-Urgesteins Zeljko „Keule” Ilak machte sich Außenbahn-Rakete S. auf durch die gegnerischen Reihen und ließ dabei die halbe Mannschaft des vollkommen demoralisierten Gegners hinter sich. Kurz vor der Eckfahne nahm ein beherzter Gegner nochmal all seinen Mut zusammen und versuchte, die Maschine mit einer astreinen Blutgrätsche zu stoppen. Vergebens, denn S. spitzelte den Ball locker, fast schon siegesgewiss, über den am Boden zerstörten Kerl hinweg und raste unaufhaltsam an der Grundlinie entlang auf das Gehäuse zu. Bang! Ein Blick, ein Schuss und ein Torhüter, der es in einem Anflug göttlicher Eingebung schaffte, diese Granate zu parieren. Aber da nun auch die Götter, wie wir wissen, verrückt sind, landete der Ball direkt vor den Füßen von Barcode-Chancentod Butzi Gomez, der die Kugel glücklicherweise noch zu Tommi Lovric weiterstolpern konnte. Mit gewohnter Leichtigkeit zimmerte „The Executor” den Ball dem wieder auferstandenen Torwart durch die Hosenträger.

So wurde der FC Barcode doch noch seiner Rolle gerecht. 6:1. Das Ergebnis spricht für sich. Im Finale trifft die Elf schließlich auf denselben Gegner wie in der vergangenen Saison, die Pumas. Anpfiff ist um 16:45 Uhr im Feuerbacher Tal. Spannung garantiert.

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