Als Achter beendete die Reserve des TSV Köngen ihr erstes Jahr nach dem Bezirksliga-Abstieg. Damit konnte zwar ein Mittelfeldrang erreicht werden, dennoch hatte man sich von Trainer Dieter Taller mehr erhofft. Deshalb will man sich in der neu begonnenen Saison mit stark verjüngtem Team verbessern. Doch der Start misslang gründlich. Indiskutabel war schließlich die Leistung am vergangenen Wochenende, als die Begegnung mit dem TSV Denkendorf mit acht Gegentreffern verloren ging. Dementsprechend forderte Neu-Trainer Harry Wolter vor dem Aufeinandertreffen mit dem Wendlinger Lokalrivalen Wiedergutmachung von seiner Mannschaft.
Besser in die Partie starteten in der Köngener Fuchsgrube allerdings die Gäste. Die Hintermannschaft der Einheimischen zeigte sich wohl angesichts der hohen Pleite in der Vorwoche äußerst unsicher. Ein erster aussichtsreicher Schussversuch des Wendlinger Mittelfeldspielers Frederik Unden nach überlegtem Rückpass Frank Herrmanns konnte jedoch von Hendrik Zimdars im Köngener Kasten reaktionsschnell über die Latte gelenkt werden. Nach etwa einer halben Stunde riss dann aber der Faden im Wendlinger Offensivspiel, und die Gastgeber kamen begünstigt durch allzu viele unnötige Ballverluste im Wendlinger Mittelfeld besser in die Partie. Kurz vor dem Seitenwechsel konnte die vielbeinige Abwehr eine der sich nun ergebenden Einschussmöglichkeiten der Landesliga-Reserve gerade noch vor der Torlinie klären.
Das wiederum gelang zehn Minuten nach der Halbzeitpause nicht mehr, als Joshua Hahn nach einem langen Ball auf den linken Flügel seinen Gegenpart Frank Herrmann gekonnt aussteigen ließ und den Ball aus rund 18 Metern flach im Gehäuse des Wendlinger Schlussmanns Alexander Kurz unterbrachte. Die Befreiung merkte man dem jungen Köngener Team förmlich an, in den Folgeminuten blieb es am Drücker – allerdings ohne zählbaren Erfolg. Beim TSV Wendlingen ging ersteinmal gar nichts mehr nach vorne, die Unzulänglichkeiten in dessen Offensivabteilung offenbarten sich einmal mehr. Ins Spiel zurück fand die Schwarz-Elf schließlich durch einen Elfmeterpfiff des Schiedsrichters Daniel Mayer in der 71. Minute, der nach einem überharten Einsteigen Hahns gegen Herrmann auf den Punkt zeigte. Die Chance ließ sich Spielführer Thorsten Gohl nicht nehmen und verwandelte souverän zum Ausgleich.
Das stellte gleichzeitig den 1:1-Endstand her, denn in den restlichen zwanzig Minuten konnten die rund 100 Zuschauer bei keinem der beiden Teams den unbedingten Willen erkennen, den Sieg im Derby für sich erzwingen zu wollen. So begnügten sich die Lokalrivalen mit der Punkteteilung. Ein Mal landete der Ball aber doch noch im Tor: Schiedsrichter Mayer erkannte dabei jedoch ein Foul des Köngener Angreifers Ergys Tafa im Luftkampf an Wendlingens Torhüter Alexander Kurz.














