Bereits in der sechsten Spielminute gerieten die Wendlinger Gastgeber ins Hintertreffen, als David Plodek sich von der Strafraumgrenze ein Herz fasste und TSV-Torhüter Alexander Kurz mit seinem sehenswerten Linksschuss unter die Querlatte keine Abwehrmöglichkeit ließ. Dieser frühe Rückstand gestaltete die Begegnung für den Tabellendritten von Beginn an schwierig. Die Sirnauer standen kompakt, so dass ein gefährlicher Wendlinger Angriff so gut wie überhaupt nicht zustande kam. Im Mittelfeld blieb die Schwarz-Elf an diesem Tag eindeutig zweiter Sieger. So hingen die TSV-Spitzen Benjamin Haufe und Christopher Amend weitgehend in der Luft. Die SG Eintracht Sirnau verlegte sich aus ihrer kompakten Defensive und der Führung im Rücken auf sporadische Konter, von denen einer nach etwa einer halben Stunde beinahe den zweiten Treffer gebracht hätte; doch Thorsten Köstle spitzelte den Ball freistehend am kurzen Eck vorbei.
Auch in Hälfte zwei tat sich der TSV Wendlingen im Spiel nach vorne schwer. Mit zunehmender Spielzeit hatten auch die rund 100 Zuschauer im Stadion an der Lauter immer weniger das Gefühl, der TSV könne doch noch zulegen und die Begegnung zu seinen Gunsten drehen. Das geschah schließlich auch nicht mehr, denn ein Fehler auf der linken Wendlinger Abwehrseite nutzte Köstle zum vorentscheidenden 0:2, indem der den unverhofft bekommenen Ball gefühlvoll aus 40 Metern über den im Grunde chancenlosen Kurz in die Maschen hob – ein Treffer Marke Tor des Monats.
Letztlich reichte es für das Wendlinger Team lediglich noch zum Anschluss, den Abwehrmann Alexander Valet nach einer Ecke Michael Kleins mit einem Kopfball ins lange Eck vier Minuten vor dem Abpfiff herstellte. Die Schlussoffensive der Gastgeber brachte nichts mehr ein, verdient hätten sie es auch nicht gehabt. Die Sirnauer Mannschaft von Trainer Klaus Schipke zeigte sich in den entscheidenden Belangen überlegen, stand kompakt in der Defensive, war in der Offensive effektiv und legte eine Reife an den Tag, die die junge Wendlinger Elf erst noch erlangen wird. Somit rutscht der TSV in der Tabelle erstmal wieder ins Mittelfeld ab, während die als Favorit im Kampf um den Aufstieg gehandelte SG Eintracht Sirnau auf den zweiten Rang klettert.














