Da staunte Fritzle nicht schlecht – und Fritzle hat schon so einiges erlebt als Maskottchen des VfB Stuttgart. Über 2000 Besucher tummelten sich am Wochenende in der Sporthalle in Sielmingen, als der Förderverein der Schiedsrichtergruppe Esslingen fast schon traditionell zu seinem Turnier für aktive Mannschaften aus dem Einzugsgebiet geladen hatte. Darunter natürlich viele Kinder, die Fritzle nun vor dem Endspiel mit den üblichen Geschenken wie Lederbällen oder Bundesliga-Fan-Artikeln versorgte, bevor sich das Krokodil selbst was Gutes tat und sich ersteinmal zwei Schnitzel mit Kartoffelsalat zu Gemüte führte. Und als Nachtisch ein Lachsbrötchen.
Es waren auch zwei anstrengende Tage gewesen. Vierzig Teams waren gekommen, um ab Samstag früh in insgesamt 132 Begegnungen à zehn Minuten in einer Vor- und Zwischenrunde sowie sich anschließenden Ausscheidungsspielen bis Sonntag Abend einen Sieger zu ermitteln, der sich letztlich über ein Preisgeld von 1000 Euro freuen durfte. Das Finale gewann der Tabellenführer der Bezirksliga Stuttgart, Calcio Leinfelden-Echterdingen, gegen den VfB Oberesslingen/Zell aus der Bezirksliga Neckar-Fils. Damit gelang es dem Gavranovic-Team als erstem Verein, nach dem Turniersieg 2008 seinen Titel zu verteidigen. Es war bereits der dritte Erfolg der Filderkicker beim Schiedsrichterturnier. Dazu bedurfte es aber auch des nötigen Quentchens Glück: Sowohl das Halbfinale gegen den TSV RSK Esslingen, der eine Runde zuvor immerhin Turnierfavorit TV Nellingen mit 2:0 aus dem Turnier geworfen hatte, als auch das Viertelfinale gegen die SpVgg Möhringen wurden im Neun-Meter-Schießen entschieden.
Überhaupt, die Hälfte der K.o.-Spiele fand seine Entscheidung vom Punkt aus. So hatten die Möhringer im Achtelfinale selbst von einem Fehlschuss des TSV Wendlingen profitiert. An Torarmut litten die Begegnungen allerdings nicht. Im Schnitt sahen die Zuschauer in jeder Partie 3,5 Treffer; insgesamt fielen an diesem Wochenende 491 Tore. Dritter wurde schließlich Landesligist TSV Bad Boll, Vierter der TSV RSK Esslingen. Der Fairnesspreis ging an Finalist VfB Oberesslingen/Zell.














