Quo vadis, VfB?

Jona Ghebremariam | 29. Jan. 2009 | 0 Kommentare
Euphorie herrschte im gesamten Umfeld der Stuttgarter nach dem durchaus erfolgreichen Trainerdebüt von Markus Babbel. Doch nach dem desaströsen 1:5 gegen den FC Bayern München und dem damit verbundenen Aus im DFB-Pokal stellt sich nun die Frage: Handelt es sich um einen Weckruf zur richtigen Zeit oder um den Beginn einer (weiteren) Krise?

Aber zuerst zurück zum Spiel: Im Vorfeld noch als rassiger Südgipfel angepriesen, entwickelte sich eine mehr als nur einseitige Begegnung. Bayern dominierte von Anfang an das Geschehen und ließ den Stuttgartern nie den Hauch einer Chance. Von Mario Gomez’ Aussage „Ich weiß, dass die Bayern im Pokal nicht so gerne zu uns kommen” war zu keiner Zeit auch nur ansatzweise etwas zu erkennen. Besonders frappierend war neben der zu erwarten gewesenen fehlenden spielerischen Klasse die mangelnde Laufbereitschaft und der fehlende Kampfeswille – sprich Tugenden, die essenziell für jede Fußballmannschaft der Welt sind. Demzufolge war die Niederlage auch in ihrer Höhe verdient und sorgte entlang des Neckars für Ernüchterung.

Doch diese Niederlage hatte sich bereits im Vorfeld angekündigt: Trainer Markus Babbel musste vor allem am Ende der Vorbereitung auf viele wichtige Akteure verletzungs- oder krankheitsbedingt verzichten. Höhepunkt der Verletzungsmisere war die Absage des Vorbereitungsspiels gegen den TSV 1860 München am 22. Januar, als neun Spieler, darunter Neuzugang Gebhart, Kapitän Hitzlsperger und auch Arthur Boka, krank oder verletzt waren. Dadurch fehlte natürlich die nötige Fitness und Spritzigkeit, um Weltklassespielern wie Lahm, Ribéry und Toni Paroli bieten zu können.

Allerdings darf der FC Bayern München nicht als Maßstab genommen werden, im Moment zumindest nicht. Die nächsten Spiele gegen Gladbach, in Leverkusen (genauer gesagt in der LTU-Arena in Düsseldorf) und in Hannover werden zeigen, wohin der Weg führt. Besonders wichtig wird dabei das Spiel zuhause gegen Gladbach sein. Wird dies gewonnen, kann mit dem Erfolgserlebnis im Rücken, respektive in den Beinen, eventuell gegen Leverkusen etwas Zählbares geholt und eine Serie gestartet werden. Dann wäre die Niederlage gegen den FC Bayern der berühmte – und von den Verantwortlichen nun auch beschworene – Weckruf zur richtigen Zeit gewesen.

Ein anderes Szenario träte wohl im Falle einer Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach ein. Eine Pleite würde das ohnehin angeknackste Selbstvertrauen der Spieler im Hinblick auf das schwere Auswärtsspiel gegen Leverkusen weiter schwächen. Die Gefahr eines gefährlichen Abwärtsstrudels wäre dann allgegenwärtig. Hamburg und Nürnberg können davon ein Lied singen.

Um es in Franz Beckenbauers Worten zu sagen: Schau’ mer mal...
Stichwörter: VfB Stuttgart

Wenn Sie irgendetwas in dieses Feld eintragen, wird der Kommentar als Spam betrachtet

Wir wollen Dich als Neuzugang
Sei Teil einer Mannschaft, die etwas von Fußball versteht sowie darüber schreibt – einer Mannschaft ohne Grenzen. Denn unsere Farben kann jeder tragen. Gerade Du könntest uns entscheidend verstärken. Kurz angemeldet, kannst Du Dich überall und jederzeit einloggen, um Deiner Meinung zu verschiedenen Themen des Fußballs Ausdruck zu verleihen, ob in Worten oder Form von Bildern.
Meister 2008 ist der FC Barcode
Die prestigeträchtige Trophäe der Stuttgarter Stadtliga ist ein weiteres Jahr im Besitz des FC Barcode, der im Finale gegen die Pumas mit 6:0 triumphierte. MIT SCHMACKES gratuliert und freut sich, weiterhin als exklusiver Berichterstatter dabei zu sein und die Spiele, Ereignisse sowie Hintergründe beleuchten zu können und der Öffentlichkeit zu präsentieren. mehr...
Vom Blog zum Magazin
Dass der Fußball ein unerhörtes Medienspektakel darstellt, ist klar. Unklar war dem Fan bisher nur, wie er auf die Seite der Medienmacht gelangen kann. Sowohl als Blog als auch in gedruckter Form bieten wir ein Magazin, das offen ist für die Beiträge aller Fußballfans. Denn der Fußball findet in erster Linie dort statt, wo ihn die Leute gemeinsam erleben: im Austausch der Fans.
We are Fans for Football
Für die WM 2006 riefen wir unter dem Titel „wm0711" ein Projekt von Fans für Fans ins Leben, das über die Spiele und Ereignisse rund um das Turnier in Stuttgart authentisch und ungefiltert berichtete. So war das Sommermärchen quasi unser persönlicher Anpfiff. Die Initiative erhielt neben großer internationaler Aufmerksamkeit eine Auszeichnung der Friedrich-Ebert-Stiftung. mehr...