„Wir geben die Hoffnung aber nicht auf. Es war ja nicht so, dass wir immer chancenlos waren“, so der Esslinger Trainer Dion Green vor dem Auftakt zur Rückrunde. Mit ganzen elf Zählern Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz war sein Team, in der letzten Spielzeit noch eine Klasse höher angesiedelt, in die Winterpause gegangen. Zuversichtlich stimmt Green die Tatsache, dass nach der Vorrunde einige Spieler verpflichtet werden konnten, darunter auch Akteure, die zuvor den Verein wegen des unruhigen Umfelds verlassen hatten – auch ein Zeichen dafür, dass die Reorganisation der Abteilung unter Leiter Ali Karagüzel voran schreitet. Doch die Früchte hängen auch weiterhin hoch; beim TSV Wendlingen zeigte man sich im Vergleich zur katastrophalen Hinserie zwar verbessert, doch die Einheimischen behielten am Ende mit 3:1 Toren verdient die Oberhand.
Während die Gäste vergebens auf ein Erfolgserlebnis im Kampf gegen den Abstieg hofften, gelang es der Wendlinger Mannschaft von Trainer Matthias Schwarz, durch diesen Sieg Distanz zu den unteren Tabellengefilden aufzubauen und den Anschluss ans obere Tabellendrittel zu wahren. Auch wenn sich der TSV auf dem schwer bespielbaren Geläuf im alten Wendlinger Lauterstadion gegen die kämpferisch auftretenden Esslinger recht schwer tat, siegte man letztlich souverän, zumal die Gäste kaum gefährlich vor das von Alexander Kurz gehütete Gehäuse kamen.
Amend sorgt für Blitzstart
Unter der Leitung des Unparteiischen Frieder Thiehoff vom TSV Holzmaden legte der TSV Wendlingen einen Blitzstart hin: Bereits nach zwei Minuten erzielte Christopher Amend nach einem schönen, öffnenden Pass Michael Kleins aus dem halbrechten Mittelfeld per Heber von der Strafraumgrenze die frühe Führung. Der Tabellenletzte wollte sich aber keineswegs leichtfertig geschlagen geben und hielt dagegen. So entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Geschehen, ohne dass sich für die Gäste jedoch ernst zu nehmende Torgelegenheiten eröffneten. Einzig Cem Korkmaz kam in aussichtsreiche Abschlussposition, nachdem die Wendlinger Hintermannschaft den Ball nicht entschlossen genug aus der Gefahrenzone befördert hatte; doch sein Schussversuch wurde noch abgeblockt.
...und Kaiser für die Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel bot sich den etwa 120 Zuschauern im Grunde das gleiche Bild. Hätte die Schwarz-Elf nun frühzeitig die sich ihr bietenden Konterchancen zum zweiten oder gar dritten Treffer genutzt, wäre die Partie frühzeitig entschieden gewesen. Aber Stürmer Benjamin Haufe verpasste das 2:0 zwei Mal denkbar knapp, jeweils nach einem Querpass von Sturmpartner Benjamin Kaiser von der rechten Seite. So blieb die SV 1845 Esslingen im Spiel und kam in der 70. Minute durch Ugur Altay zum vermeintlichen Ausgleich, indem dieser einen von Alexander Kurz zuvor noch abgewehrten Kopfball von Komos Zissis im Anschluss an einen Freistoß ins Wendlinger Gehäuse bugsierte – doch Schiedsrichter Thiehoff entschied auf Abseits.
Jene 70. und die darauffolgende 71. Minute markierten die Entscheidung an diesem Tag, denn unmittelbar nach dem nicht gegebenen Esslinger Ausgleichstreffer erhöhte Benjamin Kaiser nach einer Ecke Michael Kleins und einem vor das Gästetor zurückgeköpften Ball Uwe Plitts per Abstauber auf 2:0.
Fünf Minuten vor dem Ende brachte Gästeangreifer Dimitrios Tsakiridis sein Team mit einem von ihm herausgeholten sowie verwandelten Foulelfmeter zwar auf 1:2 heran; aber kurze Zeit später war der alte Abstand wieder hergestellt, als der eingewechselte Osman Özkara junior einen Querpass Benjamin Haufes von links über die Linie drückte.
Damit bleibt der TSV Wendlingen in der Tabelle auf dem achten Rang, kann aber mit einem Auge nach oben schielen. Die Ausgangslage der SV 1845 Esslingen hat sich durch diese nicht unerwartete Niederlage zwar nicht unbedingt verschlechtert; die Green-Elf sollte jedoch schleunigst anfangen zu punkten, will sie nicht schon einige Spieltage vor Ende der Saison als erster Absteiger feststehen.
Das Hinspiel in Esslingen (31. August 2008) hatte der TSV Wendlingen mit 2:1 Toren ebenfalls für sich entschieden.














