Zur Erinnerung: Jens Weinreich nannte den Präsidenten des DFB, Dr. Theo Zwanziger, in einem Kommentar auf dem Blog direkter-freistoss einen "unglaublichen Demagogen", woraufhin eine Welle von Klageandrohungen, Pressemitteilungen, Gegendarstellungen und Widersprüchen gegen alles und jeden durch die deutsche Sport- und Presselandschaft rollte.
Wunderschön aufbereitet sieht man die Chronologie der Ereignisse in dieser Animation, die der sportticker zusammenstellt:
Der eigentliche Skandal
Die Fakten sind also hinlänglich bekannt und für jedermann zugänglich. Der Fall ist allerdings, nach einem ersten Sturm der Empörung, etwas aus dem Fokus der medialen Aufmerksamkeit geraten. Hinter den Kulissen gehen die Verhandlungen vor Gericht jedoch weiter, und der DFB hat offensichtlich beschlossen, die beliebte Taktik von Konzernanwälten anzuwenden, nämlich mit einer Fülle von formalen Einsprüchen das Verfahren in die Länge zu ziehen. Theo Zwanziger nutzt also den Apparat in seinem Rücken, um gegen einen freien Journalisten vorzugehen, der nicht annähernd dieselben Mittel zur Verfügung hat. Es liegt der Verdacht nahe, dass hier durch die bewusste Verschleppung psychischer und finanzieller Druck aufgebaut werden soll, um Weinreich zu schaden und schlussendlich in die Knie zu zwingen. Ein ungeheuerliches Vorgehen.
Wo bleibt der Rücktritt?
Betrachtet man das Verhalten des DFB, seines Präsidenten und der Presseabteilung (Wolfgang Niersbach und Harald Stenger), dann stechen drei Punkte besonders unschön heraus: Der versuchte Rufmord an Jens Weinreich durch eine Pressemitteilung an einflussreiche Personen im Sportbereich, gespickt mit Unwahrheiten und dreister Tatsachenverdrehung, der Versuch, den ehemaligen Arbeitsplatz von Ex-Richter Theo Zwanziger in Konstanz als Verhandlungsort für eine Klage durchzudrücken, und die oben erwähnte Taktik vor Gericht. Personelle Konsequenzen stehen hierbei leider noch aus, auch weil von Seiten der etablierten Medien nur wenig Lust an diesem Thema zu spüren ist.
Unterstützung für unabhängigen Journalismus
Jens Weinreich muss sich jetzt gleichzeitig mit einem kostspieligen Gerichtsverfahren herumschlagen und seinen Lebensunterhalt verdienen. Bei einem Prozess bis in die letzte Instanz könnten im schlimmsten Fall Kosten bis zu 70.000 Euro auf ihn zukommen, wie er bei 11Freunde im Interview erwähnt. Nach langer Überlegung hat er sich deshalb dazu entschlossen, auf seiner Website zu Spenden aufzurufen, die sein Risiko zumindest etwas dämpfen würden. Wir können uns da nur anschließen und diese Bitte weiter verbreiten, damit eine unabhängige Stimme nicht verstummt: Spendet für Jens Weinreichs Kampf gegen den DFB, ein Zwanziger gegen Zwanziger!














