Da die Landesliga-Reserve des TSV Köngen gleich zwei Mal von den Spielabsagen nach der Winterpause betroffen war, absolvierte das Team sein erstes Punktspiel unter der Regie von Stephan Hartenstein und Sven Sterr gleich beim Derby gegen den TSV Wendlingen. Dieser hatte bei seinem ersten Auftritt im neuen Jahr, noch im alten Stadion an der Lauter, gegen den Tabellenletzten SV 1845 Esslingen glanzlos mit 3:1 gesiegt und war gewillt, seinen Heimnimbus auch an neuer Stätte zu wahren. Köngen hoffte nach dem Abgang von Harry Wolter während der Vorbereitung auf den altbekannten Effekt des neuen Besens.
Tallafuß und Hahn vergeben Führung
In der ersten Spielhälfte taten sich die Wendlinger Gastgeber auf dem engen Kunstrasenspielfeld noch sichtlich schwer gegen ein aggressiv in den Zweikämpfen auftretendes Gästeteam, das von Stephan Hartenstein gut eingestellt in die Begegnung geschickt wurde. So hatte die Wendlinger Abwehr in den Anfangsminuten mehr Arbeit als erwartet. Die erste Chance der Partie ging dann auch auf das Konto der Köngener: Ingo Tallafuß entwischte seinem Bewacher nach einem Eckstoß am langen Pfosten, brachte den Ball jedoch nicht in den Maschen unter, sondern bugsierte ihn aus kurzer Distanz über das Gehäuse.
Mitte der ersten Halbzeit fand Wendlingen dann besser in die Begegnung. Ein erster Schussversuch durch Ercan Topdag ging allerdings deutlich neben das Köngener Tor. Wirkliche Akzente konnte der TSV auf heimischem Boden vorerst nicht setzen, in der Offensive blieb man blass. Wenige Minuten vor dem Seitenwechsel fiel beinahe die Führung für die Hartenstein-Elf, als Ergys Tafa Teamkollege Joshua Hahn mit einem schönen Hackentrick an der Strafraumgrenze freispielte. Hahns Abschluss war jedoch zu ungenau, Alexander Kurz im Wendlinger Kasten parierte. Schließlich ging es torlos in die Kabinen.
Uwe Plitt bringt Wendlingen auf die Siegerstraße
Dort hatte die Halbzeitansprache von Matthias Schwarz wohl gewirkt, denn der TSV Wendlingen kam um einiges entschlossener zurück aufs Feld. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff gelang Innenverteidiger Uwe Plitt nach einem weiten Freistoß Michael Kleins dann auch die wichtige Führung für die Gastgeber, indem er zuerst seinen Gegenspieler Janis Waxmann abschüttelte und den Ball mit der Fußspitze ins Eck bugsierte. Eine knappe Viertelstunde später entschied sich die Partie vollends zugunsten der Schwarz-Elf, als Benjamin Haufe per Kopf nach Vorarbeit von Sturmpartner Benjamin Kaiser zum 2:0 einnickte. Mit dieser komfortablen Führung im Rücken agierte Wendlingen in der Folgezeit überlegen; und da man in der Defensive an diesem Tag äußerst sicher und konzentriert zu Werke ging, geriet der Heimerfolg letztlich zu keiner Zeit mehr in Gefahr.
Der TSV Wendlingen kommt nach durchwachsener Vorbereitung also doch gut aus den Startlöchern und bringt sich selbst wieder in Reichweite der oberen Plätze; der TSV Köngen II wartet weiter auf den Hartenstein-Effekt. Nachdem das Derby sowohl in den beiden Partien der letzten Saison als auch im Hinspiel in Köngen jeweils mit einem 1:1-Unentschieden endete, sahen die etwa 120 Zuschauer mit den Gastgebern letztlich einen verdienten Sieger.














