Und ich dachte, ich sei verrückt. Naja, was heißt schon verrückt? Verrückt im positiven Sinne – ein „positiv Verrückter“ würde Beckenbauer sagen. So wie der Oli Kahn. Aber nicht verrückt genug, nach Schalke zu gehen. So wie der Oli Kahn. Der hat nämlich neuerdings keine Zeit, so verrückt zu sein, Manager auf Schalke zu werden. Aber wer will das schon? Gut, der Andy Möller würd’s machen. Hauptsache Italien.
Gut, dass ich kein Schalke-Fan bin. Warum eigentlich nicht? Na, weil Schalke – mit Verlaub – eine Scheißtruppe ist. Das hat mittlerweile sogar der Olaf erkannt. Ja, genau der, der eigentlich nur ganz leicht retuschiert hat. Tja, und der Bordon liebt Schalke, will aber so schnell wie möglich weg. Von Kuranyi ganz zu schweigen. Rutten ist schon weg; laut der Zeitung mit den vier großen Lettern mit Tempo 250. An gleicher Stelle hat der Basler den Rutten noch vor ‘nem halben Jahr zum kommenden Meistertrainer gekürt. Aber der Basler war eh schon immer verrückt.
Bei all dem Tohuwabohu ist doch klar, dass die letzten Schalke-Fans auf Erden auf dumme Gedanken kommen, wenn ihr Verein wiedermal vor die Hunde geht. Und welcher Gedanke kommt einem in den Sinn, wenn man als Schalke-Fan den nächsten Tiefschlag erleidet (in diesem Fall eine Niederlage gegen den HSV)? Richtig: Ich muss eine Moschee anzünden. Was aber auch liegt näher?
Zu dieser verblüffenden Ansicht kamen tatsächlich zwei Fans von Königsblau in Stadtallendorf im Kreis Marburg-Biedenkopf, als sie in schierer Raserei stark alkoholisiert zur Verarbeitung der neusten Schalke-Pleite eine Moschee aufsuchten – nicht, um zu beten, sondern um sie in Brand zu setzen. Das allerdings misslang; sie setzten sich aus Versehen selbst in Brand.
Die beiden, im wahrsten Sinne des Wortes, blauen Trottel, 29 und 32 Jahre, legten bei der Staatsanwaltschaft mittlerweile ein vollständiges Geständnis ab: Schuld ist Schalke! Irgendwie verrückt.
Gut, dass ich kein Schalke-Fan bin.














