Jens Weinreich ist es leid. Zu viel Kraft, Nerven und wertvolle Arbeitszeit hat ihn die Auseinandersetzung mit dem DFB-Präsidenten bisher gekostet. Zu viel, um den Streit bis in die letzte Instanz auszufechten. Obwohl er sich weiter zu unrecht angegriffen fühlt, möchte er wieder seinem Beruf nachgehen, ohne ständige Ablenkung durch Gerichtstermine und bedrohlich anwachsende Anwaltskosten. Verständlich, aber durchaus kontrovers diskutiert. Die Gründe, dargelegt in seinem Blog.
Die Reaktionen in Print und Web reichen von "letztlich eine Niederlage..." bis "vollstes Verständnis". Meiner Meinung nach hat die Hartnäckigkeit von Jens Weinreich bis hierher schon klar gemacht, dass man kritische Journalisten nicht so ohne weiteres zum Schweigen bringen kann. Die Solidarität von 860 Spendern, die beinahe 22000 Euro beigesteuert haben, hat gezeigt, dass man nicht alleine dasteht, falls es zu Zensurversuchen kommt. Das es zu keiner eindeutigen Gegendarstellung seitens des DFB kommt ist bedauerlich, aber alles andere als eine Niederlage.
Weinreich möchte 75% des Spendenbetrags an die Hartplatzhelden, für deren Verfahren gegen den WFV, und 25% an den Journalistenverband Freischreiber weitergeben. Auch hierzu gibt es unterschiedliche Kommentare. In Anbetracht der unterschiedlichen Fälle wäre mit ein umgekehrtes Verhältnis lieber.














