Konyali öffnet Tor zur Bezirksliga

Franz Messing | 14. Mai 2009 | 1 Kommentar
Der VfB Reichenbach ist im Meisterschaftsrennen der Kreisliga A1 des Bezirks Neckar-Fils nur noch wenige Zentimeter von der Ziellinie entfernt. Im vorentscheidenden Spitzenspiel zuhause gegen den bis dato Zweitplatzierten TV Nellingen II sorgte Yasin Konyali per verwandeltem Foulelfmeter kurz nach der Halbzeitpause für einen knappen 1:0-Erfolg und dementsprechenden vormeisterlichen Jubel im Lager seiner Elf. Denn bei noch ausstehenden vier Begegnungen und sieben Punkten Vorsprung glaubt niemand mehr an einen Einbruch des VfB im Schlussspurt.

Seit dem dritten Spieltag steht der VfB Reichenbach an der Spitze der Kreisliga A1 Neckar-Fils. Als der Meisterschaftsfavorit schlechthin zog das Team um Spielertrainer Erkan Sevik der Konkurrenz in der Vorrunde recht schnell und mit Riesenschritten davon. Nach einem kleinen Einbruch der zuvor konstanten Leistungen im Anschluss an die Winterpause schien der Favorit ins Straucheln zu geraten. Doch zu groß war bereits der Vorsprung auf die Verfolger, die selbst zu viele Zähler liegen ließen, um wirkliches Kapital aus den Niederlagen des Ligaprimus zu schlagen. Und in den letzten Wochen fand man schließlich wieder zu alter Form, beispielsweise mit Siegen gegen Denkendorf (1:0) und in Wendlingen (4:3).

Nun stand am 26. Spieltag mit dem Gastspiel des zweitplatzierten TV Nellingen II in Reichenbach ein absolutes Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um die Meisterschaft auf dem Programm. Mit einem Auswärtssieg wäre die Nellinger Mannschaft von Trainer Matthias Schober wieder ganz dick im Geschäft gewesen; auf der anderen Seite ergab sich für die Gastgeber die große Chance, den bis dahin hartnäckigsten Verfolger endgültig abzuschütteln.

Spannend, aber erstmal langweilig

Spannung war im Filstal also garantiert. „Und spannend war es“, bemerkte Erkan Sevik nach der Partie. Allein die Tabellen- und Konkurrenzsituation garantierte dies bereits im Vorfeld. Klar war, dass sich keine der beiden Mannschaften geschlagen geben wollte. Und so beschränkten sich beide Teams im ersten Durchgang hauptsächlich auf die Sicherung der Defensive: Die Krux der Spitzenspiele. Daher entwickelte sich vorerst eine Begegnung, die die Zuschauer im Reichenbacher Hermann-Traub-Stadion nicht gerade berauschte. Torlos ging es in die Halbzeitpause.

„Ein Tor würde dem Spiel gut tun“

Das Wort eines älteren Zuschauers in unserem Ohr. Prompt schepperte es: Der Nellinger Torhüter Simon Haaga verschätzte sich bei einem langen Ball aus dem Mittelfeld und konnte den agilen Reichenbacher Angreifer Mario Petrocelli nur noch mit einem Foulspiel stoppen. Schiedsrichter Christian Cretnik aus Herrenberg blieb nichts anderes übrig, als auf den ominösen Punkt zu zeigen. Yasin Konyali, Toptorschütze des Tabellenführers und in ansprechender Form, ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte sicher zur Führung.

Die taktische Ausrichtung der Nellinger, Reichenbach kommen zu lassen und gegebenenfalls über Konter erfolgreich zu sein, war damit über den Haufen geworfen. So stellten sich die Gastgeber von nun an hinten rein, um im Gegenzug selbst auf sporadische Kontergelegenheiten zu warten, während Nellingen gezwungen war, die Initiative zu ergreifen. Chancen zum Ausgleich ergaben sich dann auch, ohne dass aber etwas Zählbares dabei herausspringen sollte. Die beste Gelegenheit auszugleichen bot sich Murat Kulak zehn Minuten vor dem Ende, als er nach einer Flanke zu lang zögerte und den Ball schließlich vertändelte. „Wir hatten Chancen, konnten sie aber nicht nutzen“, meinte Schober sichtlich enttäuscht, „jetzt müssen wir eben die nächsten Spiele gewinnen, um die Relegation zu erreichen.“

Auf den vierten Tabellenplatz zurückgefallen, wird es für die Reserve der Nellinger Landesliga-Mannschaft sicherlich nicht einfach, den zweiten Rang zurück zu erobern. Denn nicht nur der TSV Denkendorf (3:1 in Altbach) wird etwas dagegen haben, sondern ein gehöriges Wörtchen im Kampf um den begehrten Relegationsplatz möchte auch die SG Eintracht Sirnau mitreden. Der Sirnauer Heimsieg gegen Wendlingen hat die Schipke-Elf in gute Ausgangsposition gebracht, wenn es am nächsten Sonntag zum direkten Duell mit den Nellingern kommt.

Der VfB Reichenbach hingegen kann schon einmal den Meistersekt kaltstellen; denn ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten SV 1845 Esslingen würde bereits vorzeitig die Meisterschaft bedeuten. Zur Info: Das Hinspiel im Esslinger Eberhard-Bauer-Stadion endete 9:3 für Reichenbach.

Kommentar Nr. 1
Kaya | 14. Mai 2009 | 11:35
Yasin trifft.......und trifft.....und trifft.......

Wenn Sie irgendetwas in dieses Feld eintragen, wird der Kommentar als Spam betrachtet

Wir wollen Dich als Neuzugang
Sei Teil einer Mannschaft, die etwas von Fußball versteht sowie darüber schreibt – einer Mannschaft ohne Grenzen. Denn unsere Farben kann jeder tragen. Gerade Du könntest uns entscheidend verstärken. Kurz angemeldet, kannst Du Dich überall und jederzeit einloggen, um Deiner Meinung zu verschiedenen Themen des Fußballs Ausdruck zu verleihen, ob in Worten oder Form von Bildern.
Meister 2008 ist der FC Barcode
Die prestigeträchtige Trophäe der Stuttgarter Stadtliga ist ein weiteres Jahr im Besitz des FC Barcode, der im Finale gegen die Pumas mit 6:0 triumphierte. MIT SCHMACKES gratuliert und freut sich, weiterhin als exklusiver Berichterstatter dabei zu sein und die Spiele, Ereignisse sowie Hintergründe beleuchten zu können und der Öffentlichkeit zu präsentieren. mehr...
Vom Blog zum Magazin
Dass der Fußball ein unerhörtes Medienspektakel darstellt, ist klar. Unklar war dem Fan bisher nur, wie er auf die Seite der Medienmacht gelangen kann. Sowohl als Blog als auch in gedruckter Form bieten wir ein Magazin, das offen ist für die Beiträge aller Fußballfans. Denn der Fußball findet in erster Linie dort statt, wo ihn die Leute gemeinsam erleben: im Austausch der Fans.
We are Fans for Football
Für die WM 2006 riefen wir unter dem Titel „wm0711" ein Projekt von Fans für Fans ins Leben, das über die Spiele und Ereignisse rund um das Turnier in Stuttgart authentisch und ungefiltert berichtete. So war das Sommermärchen quasi unser persönlicher Anpfiff. Die Initiative erhielt neben großer internationaler Aufmerksamkeit eine Auszeichnung der Friedrich-Ebert-Stiftung. mehr...