ASV Aichwald abgestiegen

Franz Messing | 22. Juni 2009 | 0 Kommentare
Der ASV Aichwald ist nach nur einem Jahr in der Kreisliga A1 Neckar-Fils recht unerwartet in der Relegationsrunde abgestiegen. Nachdem das Team von Gerold Weippert und Zoran Pavic die Liga in der Hinrunde noch durch erfrischenden Offensivfußball verzückt hatte, folgte nach der Winterpause ein selten da gewesener Einbruch, und man wurde bis auf den Relegationsplatz durchgereicht. Nun besiegelte der GFV Odyssia Esslingen das Aichwalder Schicksal durch ein ungefährdetes 3:0.

„Die Enttäuschung ist riesengroß“, meinte Zoran Pavic nach dem alles entscheidenden Relegationsspiel gegen den GFV Odyssia Esslingen sichtlich bedient. „Wir haben zwar die Qualität, haben diese aber einfach nicht abgerufen. Das ist extrem schade.“

Ein Spiegel der Aichwalder Rückrunde

So war das Relegationsspiel im Grunde ein Spiegelbild der Rückserie der Saison, in der man nach der Winterpause lediglich noch zehn Punkte holte und gegen alle hinteren Mannschaften verlor. Vor allem in der Offensive fehlte wie schon in der abgelaufenen Rückrunde trotz namhafter Akteure die Durchschlagskraft. Auch der GFV Odyssia Esslingen brachte an diesem Tage keine überragende Leistung auf den Platz, doch den Griechen um Spielertrainer Alexandros Alexandrou genügte wie schon in den ersten beiden Relegationsrunden gegen den TSV Wolfschlugen (2:1 n.V.) und den TB Ruit (5:0) eine effiziente und kompakte Spielweise, um nach fünf Jahren wieder in die Kreisliga A aufzusteigen.

Pouridis mit dem frühen 1:0

Bereits mit ihrer ersten nennenswerten Offensivaktion gingen die Esslinger in Führung, als Theodoros Pouridis in der neunten Spielminute einen langen Ball mit einem sehenswerten Heber über den herauslaufenden Aichwalder Torhüter Sven Voss in die Maschen setzte. Der ASV Aichwald kam irgendwie überhaupt nicht richtig ins Spiel, und so hätte Pouridis kurz darauf beinahe auf 2:0 erhöht, doch sein Kopfball war letztlich sichere Beute von Sven Voss.

Aichwald wusste sich in der gegnerischen Hälfte kaum in Szene zu setzen. Weder Spielmacher Fabian Schönleber noch die beiden Angreifer Carmelo Schembri und Christoph Gebhardt konnten sich gegen die vielbeinige griechische Defensive behaupten. So kam man erst wenige Minuten vor dem Seitenwechsel zu den ersten Einschussmöglichkeiten. Erst verfehlte Christoph Gebhardt in der 39. Minute das Esslinger Gehäuse mit seinem Schussversuch, eine Minute später brachte ein Freistoß Schembris Gefahr, aber Timo Geng rutschte am Ball vorbei. Es ging mit der knappen Führung für die Griechen in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff durch Schiedsrichter Pollack (Göppingen) war klar, dass der 13. der abgelaufenen Kreisliga-A-Saison nun die Initiative ergreifen musste. Klar war aber auch, dass es extrem schwer werden würde, die Partie noch zu drehen. Ersteinmal war wieder der GFV Odyssia am Zug. Lars Gillmeister wurde von Athanasios Mangos schön auf die Reise geschickt, scheiterte aber am mitgelaufenen Michael Rommelspacher. Auf der anderen Seite ging ein Heber Schembris nach einer Flanke des noch besten Aichwalder Akteurs Jürgen Graeff am langen Eck vorbei.

Bikmaz kommt und bringt Entscheidung

In der 57. Minute dann die Vorentscheidung: Der nur drei Minuten zuvor eingewechselte Serkan Bikmaz wurde vor dem Aichwalder Gehäuse hervorragend freigespielt, scheiterte mit seinem ersten Versuch noch an ASV-Keeper Voss, staubte dann aber ungehindert zum 2:0 ab. Nachdem Jürgen Graeff und Jonas Reifenrath fünf Minuten später die Chance zu verkürzen nicht nutzen konnten, avancierte Bikmaz schließlich endgültig zum Matchwinner, indem er in der 69. Minute seinen zweiten Treffer zum 3:0-Endstand nachlegte. Beinahe hätte er in der Schlussphase den lupenreinen Hattrick vollendet, doch das wäre wohl des Guten zu viel gewesen.

Weippert hört auf, Cerven übernimmt

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei den griechischen Anhängern natürlich keine Grenzen, während bei dem einen oder anderen Aichwalder Zuschauer die Tränen flossen. Auch der scheidende Trainerkollege Pavics, Gerold Weippert, der nach fünf Jahren aufhört, war riesig enttäuscht: „Das ist natürlich kein guter Abschied für mich. Aber die Mannschaft ist gefestigt genug, um wieder aufzusteigen.“ Das wird dann auch das Ziel für die kommende Saison sein. Zoran Pavic bekommt zur Realisierung dieses Unternehmens mit Jochen Cerven (vom TSV Deizisau II) einen neuen Trainerkollegen an die Seite.

Auch wir von MIT SCHMACKES drücken dem ASV Aichwald die Daumen für den direkten Wiederaufstieg.

Apropos Trainerkarussell

Einen Tag nach dem erfolgreichen Relegationsspiel und dem damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga A entlässt der GFV Odyssia Esslingen seinen Spielertrainer Alexandros Alexandrou. mehr...

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