Florian Wiest

Florian Wiest fasst sich ein Herz: Wendlingen schlägt zurück

Uwe Gahala | 29. Juli 2009 | 0 Kommentare
Der TSV Wendlingen sowie der TSV Oberboihingen waren nach ihren Sennerpokal-Auftaktniederlagen im direkten Duell am Dienstag bereits unter Zugzwang. Dementsprechend wurde die Partie auf dem kleinen Kunstrasenplatz recht umkämpft geführt. Dabei behielten die Lauterstädter das bessere Ende für sich, denn trotz Unterzahl erzielte Mittelfeldmotor Florian Wiest kurz vor dem Ende mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze den umjubelten Siegtreffer.

Die Vorzeichen waren klar: Sowohl der TSV Wendlingen, der seine erste Begegnung gegen den Gastgeber FV 09 Nürtingen mit 0:2 verloren hatte, als auch der TSV Oberboihingen, gegen Köngen gar mit 0:3 unterlegen, mussten unbedingt gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf den Achtelfinaleinzug zu haben.

Der Anfang der Begegnung auf dem Kunstrasenspielfeld gestaltete sich eher verhalten. Die Oberboihinger um Spielertrainer Patrick Müller erwischten einen schwachen Start, woraus der TSV Wendlingen aber zunächst kein Kapital schlagen konnte; wirklich zwingend kam die Elf von Matthias Schwarz nicht vor das gegnerische Gehäuse. Außer einer Schusschance für den rechten Mittelfeldmann Benjamin Murr, der jedoch etwas überhastet verzog, ereignete sich nicht allzu viel. Das bessere Spiel und ein größeres Bemühen legten die Wendlinger allerdings an den Tag.

Gohls beherzter Schuss passt

So fiel die Führung in der 20. Spielminute dann auch verdient: Christopher Amend brachte Wendlingens aufgerückten Kapitän Thorsten Gohl bei einem schnellen Konter in Abschlussposition, und dieser fackelte nicht lange und versenkte den Ball von der Strafraumgrenze per Direktabnahme sehenswert im langen Eck. In der Folge blieb der TSVW am Drücker, nach einem umstrittenen Zweikampf im Oberboihinger Strafraum, bei dem Angreifer Tim Beck zu Fall kam, blieb der allseits erwartete Elfmeterpfiff des Unparteiischen Steffen Müller (TSV Kohlberg) jedoch aus. Der TSVO kam in Hälfte eins gar nicht vor das von Jochen Schmidt gehütete Wendlinger Gehäuse. Bis zum Halbzeitpfiff folgten durch viele kleine Fouls noch einige Unterbrechungen, die den Spielfluss bis zum Seitenwechsel hemmten.

Yildirims Elfmeter unhaltbar

In den zweiten dreißig Minuten kamen die Oberboihinger dann besser ins Spiel, begünstigt durch nachlassende Wendlinger. Torchancen konnte die Müller-Elf aber vorerst nicht verzeichnen. Nach einem Wendlinger Abwehrfehler kam dann im Strafraum ein Oberboihinger Angreifer zu Fall, woraufhin der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Ferdi Yildirim verwandelte sicher mit einem Schuss unter die Latte; Schmidt blieb ohne Abwehrchance (44.).

Erst Gelb-Rot, dann Wiest

Kurz darauf schwächten sich die Schwarz-Schützlinge noch selbst, als Benjamin Haufe nach einem an sich harmlosen Hakeln zuerst Gelb und im Anschluss wegen Meckerns Gelb-Rot sah (48.). Oberboihingen versuchte jetzt nocheinmal alles, gelingen wollte jedoch nichts. Vielmehr schlug der TSV Wendlingen zurück, indem Florian Wiest seine gute Leistung in der 58. Minute mit einem platzierten Schuss aus dem Hinterhalt zum 2:1-Endstand krönte. Mit dem Schlusspfiff hätte Christopher Amend alleine vor dem Oberboihinger Gehäuse noch nachlegen müssen, zielte aber knapp vorbei.

Damit hat der TSV Wendlingen in der Gruppe A verdientermaßen seine Chance auf den Achtelfinaleinzug gewahrt; der TSV Oberboihingen dagegen ist ausgeschieden. Wendlingen kämpft also am Donnerstag im direkten Duell mit dem Lokalrivalen TSV Köngen um einen der beiden ersten Plätze zum Weiterkommen (20 Uhr), wobei die Lauterstädter gewinnen müssen; dem Köngener Bezirksligisten genügt ein Punkt. Der trennte sich nämlich im Anschluss vom FV 09 Nürtingen 1:1 unentschieden. Die Nürtinger sind somit aufgrund der Konstellation in der Gruppe A vor ihrem zeitgleichen Aufeinandertreffen mit dem TSVO am Donnerstag bereits mit einem Fuß in der K.O.-Runde.

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