Aufgrund der Konstellation in dieser Gruppe D schien ein Weiterkommen der „Roigler“ kaum mehr möglich zu sein: Nach der Pleite gegen Neckarhausen benötigten sie einen Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied gegen die SGEH, um noch den Gruppensieg zu erreichen. Allerdings glaubten nach der desaströsen Leistung gegen den TBN und der überzeugenden Vorstellung der SGEH gegen Neckarhausen (5:3) nur die kühnsten Optimisten an dieses Szenario. Doch wie so oft im Fußball kommt es erstens anders und zweitens als man denkt!
Der TSV aus Raidwangen startete furios und hatte bereits nach sechs Zeigerumdrehungen die erste vielversprechende Chance durch Vladimir Carcamo. Die Überlegenheit wurde dann in der 13. Minute zum ersten Mal in Zählbares umgemünzt: Florian Henzler ließ zwei Gegenspieler stehen, fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und sein Schuss landete im linken oberen Tordreieck – ein Treffer Marke „Weltklasse“. Nur sieben Minuten später erzielte Carcamo nach einem Eckball Henzlers per Kopf das 2:0.
Wer dachte, dass die SGEH nun aufwachen würde, der wurde eines besseren belehrt. Angriff um Angriff rollte auf das Tor der Älbler zu. Nach einem Missverständnis zwischen den SGEHlern Musiol und dem eingewechselten Torwart Kenneth Holder vollbrachte Florian Henzler das Kunststück, aus kürzester Distanz nur das Aluminium zu treffen (25.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Harald Kuhn aus Neckartailfingen schlug Henzler dann aber erneut zu: Carcamo eroberte den Ball in der gegnerischen Hälfte, spielte Henzler den Ball in den Lauf und dieser verwandelte eiskalt zum 3:0 für Raidwangen.
Spätestens nach dem 4:0 durch einen wunderschönen Freistoß von Andy Schäffer in der 37. Minute war der Gruppensieg der Roigler unter Dach und Fach. Auch Marco Schotts Hinausstellung mit Gelb-Rot in der 47. Minute konnte keine Wende mehr herbeiführen. Die SGEH versuchte zwar, Ergebniskosmetik zu betreiben, doch außer einem Cutruneo-Freistoß an den Pfosten konnte sie nichts mehr vorweisen.
Mit dieser starken Leistung ist für den TSV Raidwangen im Sennerpokal noch einiges drin. Wie vor allem in dieser Gruppe D deutlich wurde, kann an einem guten Tag jeder jeden schlagen. Gespannt werden wir den Werdegang der „Roigler“ verfolgen. Wir bleiben dran. Mit Schmackes eben.














