Köngen setzt sich verdient durch

Franz Messing | 31. Juli 2009 | 0 Kommentare
Das mit Spannung erwartete Lokalderby zwischen dem ehemaligen Landesligisten TSV Köngen und dem Siebten der Kreisliga A1 der letzten Spielzeit TSV Wendlingen um den Einzug ins Achtelfinale des Sennerpokals geriet zu einer einseitigen Angelegenheit. Zwar hätte der TSVW mit einem Sieg den zweiten Platz in der Gruppe A erringen können, aber letztlich machte sich der Klassenunterschied doch deutlich bemerkbar, auch wenn der Köngener Sieg mit 5:0 Toren um den einen oder anderen Treffer zu hoch ausfiel. Überragender Mann war einmal mehr James Okenwa.
Der Bezirksligist legte engagiert los und kam nach wenigen Sekunden nach einer Unachtsamkeit auf der rechten Wendlinger Abwehrseite gleich zu einer ersten aussichtsreichen Torgelegenheit, doch die scharfe Hereingabe ging an Freund und Feind vorbei. Die Elf von Trainer Ralf Rueff versuchte durch schnelles Verschieben frühzeitig den Ball zu erobern und mit Tempo über die beweglichen Spitzen Marc Heidrich und insbesondere James Okenwa in Abschlussposition zu kommen. Nach einem Doppelpass zwischen dem früheren Neckarremser Okenwa und Pascal Posva war aber Wendlingens Torhüter Alexander Kurz aufmerksam zur Stelle.

Drei sehenswerte Tore entscheiden Derby

Auf der anderen Seite probierte es Angreifer Christopher Amend aus der Distanz. Seinen abgefälschter Schuss lenkte Felix Lache im Köngener Gehäuse mit den Fingerspitzen über die Latte. Das war’s dann aber mit den Wendlinger Offensivaktionen. Der TSV Köngen übernahm nun die Kontrolle und ließ Ball und Gegner laufen. Ein Schuss Okenwas aus der Drehung ging noch knapp vorbei. Bei einer Standardsituation aus dem Halbfeld war Sturmpartner Marc Heidrich mit dem Kopf zur Stelle und versenkte den Ball aus sechs Metern im langen Eck (19.). Der Bezirksligist legte sogleich nach, und wie: Über die linke Angriffsseite wurde die Wendlinger Hintermannschaft überwunden, und den Rückpass jagte James Okenwa in den oberen rechten Torwinkel (21.). Beinahe ebenso sehenswert war weitere drei Minuten später der dritte Köngener Treffer durch einen leicht abgefälschten Freistoß Pascal Posvas von der Strafraumgrenze. Danach ging es unter der Leitung von Schiedsrichter Harald Kuhn (TSV Neckartailfingen) in die Halbzeitpause.

Marc Heidrich mit drei Treffern

Auch nach dem Seitenwechsel war der Ex-Landesligist klar Chef im Ring. Die Lauterstädter von Trainer Matthias Schwarz fanden kaum den Weg in den gegnerischen Strafraum. Köngen hingegen gelang in der 45. Minute sogar das 4:0, als Marc Heidrich einen frühen Ballverlust der Wendlinger bestrafte und Alexander Kurz umspielte. Fünf Minuten vor dem Ende hatte der TSV Wendlingen die einzige nennenswerte Chance in Durchgang zwei, wieder durch einen Distanzschuss Amends; und wieder war Lache im Köngener Tor zur Stelle. In der Schlussminute legte Heidrich noch eins drauf, als ihm ein Querschläger in der Wendlinger Abwehr direkt vor die Füße fiel und er Kurz mit einem überlegten Flachschuss ins rechte untere Eck keine Chance ließ. Das Spiel endete also 5:0 für den TSV Köngen – unerwartet deutlich, aber verdient, auch wenn vielleicht um ein, zwei Tore zu hoch.

Damit ist der TSV Wendlingen als Dritter der Gruppe A ausgeschieden; der TSV Köngen steht punkt- und torgleich mit dem Gastgeber FV 09 Nürtingen, der seine letzte Gruppenpartie gar mit 6:0 gegen den Letzten der Gruppe, den TSV Oberboihingen, gewann, im Achtelfinale am Samstag Vormittag.

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