Das Spiel des TSV Wendlingen gegen den FV Plochingen zeigte erstaunliche Parallelen zur Begegnung der Wendlinger mit dem TSV Denkendorf fünf Tage zuvor. Auch gegen den Aufsteiger vom Plochinger Pfostenberg geriet die junge Mannschaft von Trainer Matthias Schwarz früh in Rückstand, nachdem Gäste-Angreifer Arthur Benz einen Lapsus seines Gegenspielers auf der rechten Wendlinger Abwehrseite nutzte, auf Strafraumhöhe in die Mitte zog, den den Winkel verkürzenden TSV-Torhüter Alexander Kurz umkurvte und den Ball zur Führung für sein Team ins leere Gehäuse schob. Aber wie schon gegen Denkendorf zeigte sich der TSV wenig beeindruckt und kam bereits zehn Minuten später zum Ausgleich, als Rechtsaußen Manuel Wagner nach einem Klasse-Zuspiel von Mittelstürmer Florian Neumann den gegnerischen Schlussmann Wolfgang Bieda elegant zum 1:1 überwand (13.).
Es ging Schlag auf Schlag
Die Plochinger Reaktion erfolgte praktisch im Gegenzug: Nach feinem Zuspiel von Andreas Wittich von der linken Angriffsseite musste der aus dem Mittelfeld nachgerückte Michael Bösler in der Mitte acht Meter vor der Torlinie nur noch den Fuß hinhalten, und es hieß 2:1 für den FV Plochingen. Doch es ging Schlag auf Schlag; nur fünf Minuten später lag plötzlich Wendlingen in Front. Erst war Mittelfeldmotor Florian Wiest mit einem nicht ganz unhaltbar erscheinenden Linksschuss aus der Distanz erfolgreich (17.), dann erwischte FV-Keeper Bieda ein Rückpass auf dem falschen Fuß, weshalb er den Ball passieren ließ und TSV-Stürmer Tim Beck zum 3:2 für seine Elf einschoss (19.). Eigentlich zwei geschenkte Tore, aber in der Folgezeit ließ das Schwarz-Team dafür einige Hochkaräter aus. Dabei war auch etwas Pech im Spiel. So traf Florian Neumann, von halblinks in den Strafraum eingedrungen, mit seinem Flachschuss aufs lange Eck den Pfosten, Manuel Wagners Nachschuss wurde abgeblockt (30.). Kurz zuvor war Neumann nach einer schönen Einzelleistung am schnell reagierenden Wolfgang Bieda gescheitert. Noch die eine oder andere Einschusschance blieb von der Wendlinger Offensive ungenutzt, ehe es unter der Leitung von Schiedsrichter Roland Reutter in die Halbzeitpause ging.
Wittich frei – 3:3
In der zweiten Spielhälfte schien bei beiden Mannschaften etwas die Luft raus zu sein. Torgelegenheiten waren zunächst Mangelware. Die Gäste versuchten jedoch mit zunehmender Dauer das Kommando zu übernehmen. Die Einheimischen ließen den FV im Mittelfeld gewähren, weshalb dieser prompt zu Chancen kam. Den Ausgleich auf dem Fuß hatte Stürmer Wittich in der 67. Minute, als er nach einem schönen Bösler-Zuspiel frei vor Alexander Kurz über das Gehäuse schoss. Nach ähnlichem Strickmuster im Anschluss an einen ärgerlichen Ballverlust im Wendlinger Mittelfeld bekam Wittich kurze Zeit später aber nocheinmal die Gelegenheit zum Torerfolg. Dieses Mal machte er es besser und überwand Kurz mit einem trockenen Flachschuss von der Sechzehnergrenze zum 3:3 (74.).
...Haufe auch: 4:3
Wie gegen Denkendorf stand die Partie nun auf der Kippe. Wenige Minuten nach dem erneuten Ausgleich parierte Kurz bei einem Gästekonter glänzend. Es blieb spannend. In der Schlussphase legte Wendlingen doch wieder eine Schippe drauf und schlug zurück: Der eingewechselte Jan Seidler passte von der rechten Außenbahn haargenau auf den frei vor dem Plochinger Tor postierten Benjamin Haufe, der Torwart Bieda mit seinem eiskalten Abschluss ins lange Eck keine Chance ließ (85.). Der Aufsteiger wusste nicht mehr zurück zu kommen. Es blieb beim 4:3 für Wendlingen.
Während der TSV Wendlingen die Chance hat, sich mit einem weiteren Sieg am nächsten Spieltag beim anderen Aufsteiger GFV Odyssia Esslingen nach oben zu orientieren, hat die Plochinger Mannschaft des Trainer Duos Thomas Plescia und Hans-Peter Maier nach diesem Rückschlag mit dem Auswärtsspiel beim TSV Denkendorf am Sonntag keine allzu leichte Aufgabe, zu den Abstiegsrängen auf Distanz zu gehen.
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TSV Wendlingen - FV Plochingen 4:3 (3:2)
0:1 (03.) Benz, 1:1 (13.) Wagner, 1:2 (14.) Bösler, 2:2 (17.) Wiest, 3:2 (19.) Beck, 3:3 (74.) Wittich, 4:3 (85.) Haufe.
TSV Wendlingen
(1) Alexander Kurz – (2) Gohl, (3) Murr, (5) Haufe, (8) Ghebremariam – (10) Wiest, (6) Wolf, (7) Wagner (83. (13) Seidler), (4) Klein (70. (12) Fritsch) – (9) Neumann, (11) Beck (77. (14) Andreas Kurz).














