Mit zwei Unentschieden gegen die SG Eintracht Sirnau (3:3) und die TSG Esslingen (2:2) sowie einer Niederlage gegen den TSV Wäldenbronn (2:3) zum Auftakt war der Aufsteiger GFV Odyssia Esslingen nach seinem Durchmarsch via Relegation im Sommer in der höheren Spielklasse in die neue Saison gestartet. Dabei wusste der selbstbewusste Neuling um Spielertrainer Alexandros Alexandrou trotz fehlender Siege leistungsmäßig zu überzeugen. Den ersten dreifachen Punktgewinn landete man dann im Heimspiel gegen den TSV Wendlingen am vierten Spieltag.
Die Wendlinger hatten nach dem 0:6-Debakel zum Saisonauftakt in Sirnau mit zwei überzeugenden Heimsiegen gegen den TSV Denkendorf (3:2) und den FV Plochingen (4:3) Flagge gezeigt und hätten sich durch einen Erfolg bei der Odyssia gleich im oberen Tabellendrittel festbeißen können. Doch das Team von Trainer Matthias Schwarz fand über die gesamte Dauer weder zu seinem Spiel noch in die Zweikämpfe, und die Gastgeber zeigten sich von Beginn an überlegen. In allen Mannschaftsteilen hatte der TSV Wendlingen an diesem Tage Probleme, weshalb die ersten Torchancen der Alexandrou-Elf nur eine Frage der Zeit waren. Und die erste nach etwa zehn Minuten Spielzeit war sogleich eine riesengroße: Im Anschluss an eine Standardsituation kam Odyssia-Kapitän Athanasios Zissidis im Fünfmeterraum frei zum Kopfball, beförderte das Leder aber über die Latte.
Vor allem im Mittelfeld konnten die Gastgeber nach Belieben schalten und walten, und jeder Ball in die Spitze sorgte für Gefahr. So war Angreifer Serkan Bikmaz in der 21. Minute kurz vor dem Abschluss gerade noch gestört worden, ehe er aber sieben Minuten später nach einem vom TSV auf der linken Abwehrseite unterlaufenen langen Ball die anschließende Flanke ohne Mühe am langen Pfosten per Kopf über die Linie bugsierte. Wieder war es Bikmaz, der kurz darauf seinen zweiten Treffer auf dem Fuß hatte, doch frei vor TSV-Torhüter Alexander Kurz versuchte er es mit einem Heber und scheiterte kläglich. Auf der Gegenseite ergab sich die einzige nennenswerte Situation im Strafraum nach einem Eckball, aber der Winkel bei Tim Becks Kopfball war schließlich zu spitz, um ernsthaft für Gefahr zu sorgen.
Auch in der Folgezeit waren die griechischen Einheimischen das bessere Team. Als Chrisostomos Ketsemenidis quasi mit dem Pausenpfiff nach einem Wendlinger Ballverlust im defensiven Mittelfeld mit einem Schuss ins lange Eck auf 2:0 erhöhte, kam das beinahe schon einer Entscheidung gleich, zu schwach agierten die Gäste.
Nach dem Wiederanpfiff durch Schiedsrichter Konstantinos Stamatoudis blieb das auch so, auch wenn die Griechen einen Gang zurück schalteten. Als Athanasios Gountoulas in der 52. Minute aus abseitsverdächtiger Position noch den dritten Odyssia-Treffer nachlegte, war allen Beteiligten klar, wer das Feld als Sieger verlassen würde. In Gewissheit des ersten dreifachen Punktgewinns ließ die Alexandrou-Elf aber in der Folge den letzten Zug in Richtung Tor vermissen; so wäre sie sicherlich noch zu dem einen oder anderen Treffer gekommen, wenn die Esslinger Offensivabteilung die sich ergebenden Gelegenheiten besser ausgespielt hätte. Da auf der Gegenseite jedoch nicht allzu viel los war, spielte das keine Rolle mehr. Ebenso wenig, als Panagiotis Athanasiadis fünf Minuten vor dem Ende wegen Foulspiels mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde.
So stellt der Aufsteiger den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle her, wo der TSV Wendlingen mit einem Zähler mehr auf dem Konto momentan auf dem neunten Platz rangiert. Am fünften Spieltag muss die Odyssia beim TSV Denkendorf antreten. Die Denkendorfer haben sich durch ein 3:1 zuhause gegen den FV Plochingen zurück gemeldet. Wendlingen empfängt den noch verlustpunktfreien Tabellenführer TSV Harthausen, der Mitfavorit Sirnau mit 6:2 in die Schranken wies.
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GFV Odyssia Esslingen - TSV Wendlingen 3:0 (2:0)
1:0 (28.) Bikmaz, 2:0 (45.) Ketsemenidis, 3:0 (52.) Gountoulas.
Gelb-Rot
Athanasiadis (85./GFV).
Schiedsrichter
Stamatoudis (SF Jebenhausen)
TSV Wendlingen
(1) Alexander Kurz – (2) Gohl, (3) Murr, (5) Haufe (59. (12) Fritsch), (8) Ghebremariam – (10) Wiest, (6) Wolf, (4) Wagner, (7) Klein (70. (13) Seidler) – (9) Neumann, (11) Beck.














