Glemser-Gala gegen Wendlingen mit Sprung auf Tabellenplatz zwei belohnt

Uwe Gahala | 29. Sept. 2009 | 0 Kommentare
Der TSV Sielmingen hat sich dank eines ungefährdeten 3:0-Erfolgs über den direkten Verfolger Wendlingen in der Spitzengruppe der Kreisliga A1 Neckar-Fils eingenistet. Die Entscheidung brachten drei Glemser-Tore, eines von Kapitän Marc Glemser, gleich zwei von seinem Bruder Dirk. Damit gelingt der Mannschaft von Trainer Stefan Reichenbach der Sprung auf Platz zwei, der TSV Wendlingen hingegen rutscht wieder auf den achten Tabellenrang zurück.

Schon in der letzten Saison gelang es der auf den Fildern beheimateten Mannschaft des TSV Sielmingen, sich zu mausern und einigen favorisierten Kontrahenten ein Bein zu stellen. Nun ist das Team von Coach Stefan Reichenbach exzellent in die neue Spielzeit gestartet, und man hoffte insgeheim, im Rennen um die Sonnenplätze in der Tabelle dabei zu bleiben. Danach sieht es nach mittlerweile sechs absolvierten Partien auch aus, denn von diesen gewann man vier, lediglich gegen die ebenfalls gut in die Saison gestartete TSG Esslingen musste man sich geschlagen geben (2:5).

Der TSV Wendlingen schickte sich ebenfalls an, sich im vorderen Tabellendrittel zu etablieren. Gewaltig aufhorchen ließ das Team von Trainer Matthias Schwarz jedenfalls mit einem eindrucksvollen 3:0-Heimsieg am fünften Spieltag gegen den bis dato Führenden in der Tabelle, Harthausen. Doch in der Fremde hat der TSVW, wie’s aussieht, so seine Probleme. Beinahe dramatisch mutet das Torverhältnis aus den ersten drei Auswärtsbegegnungen an: 0:12! Selbstredend ergatterte man so auch keine Punkte auf fremden Plätzen. Daheim hingegen steht bisher die volle Ausbeute zu Buche. Irgendwie logisch, dass sich die Schwarz-Elf momentan in der Tabellenmitte aufhält.

Wendlingen ohne Elan

Das Wendlinger Gastspiel in Sielmingen war im Grunde ein Spiegelbild der bisherigen Auswärtsauftritte des Schwarz-Teams. Viel zu harmlos agierte man über die gesamte Spielzeit, weshalb kaum eine Torgelegenheit für die Lauterstädter zu verzeichnen war. Erst zehn Minuten vor Ende der Partie tauchte Angreifer Tim Beck frei vor dem Sielminger Gehäuse auf, doch scheiterte mit seinem Schussversuch am Schlussmann der Einheimischen.

Die sprühten an sich auch nicht vor Spielfreude, konnten aber durch kompaktes, sicheres sowie effizientes Auftreten überzeugen. Mit Spielführer Marc Glemser als ordnende Hand versuchten die Sielminger Kontrolle über das Spielgeschehen zu erlangen, eine Torgelegenheit konnten sie jedoch auch nicht verbuchen. So musste ein Fehler des in den Vorwochen so überzeugenden Wendlinger Torstehers Alexander Kurz herhalten, um in Führung zu gehen. Kurz konnte eine Flanke von der linken Angriffsseite nicht unter Kontrolle bringen; Sielmingens Stürmer Dirk Glemser staubte mit dem Oberschenkel ab zum 1:0. Damit ging es in die Halbzeitpause.

Glemser-Brüder schießen Sielmingen zum Sieg

Nach Wiederbeginn war Wendlingen zunächst das aktivere Team. Man hatte kurzzeitig sogar das Gefühl, dass der Ausgleich nicht mehr allzu weit entfernt sein könnte. Doch diese Phase war schnell wieder beendet, denn Marc Glemser erhöhte eine gute Viertelstunde nach dem Seitenwechsel mit einem platzierten Aufsetzer aus 19 Metern auf 2:0, was einer Vorentscheidung gleichkam. Und nur zwei Minuten später war wieder Bruder Dirk an der Reihe und überwand Alexander Kurz mit einem sehenswerten Weitschuss aus gut und gerne 30 Metern Entfernung. Die Wendlinger Fans hatten nun Bedenken, ihr Team könnte, wie schon beim 0:6 in Sirnau, einbrechen. Dem war allerdings nicht so. Der TSV Sielmingen begnügte sich in der Folgezeit damit, das Ergebnis zu verwalten. Die Wendlinger Gäste beendeten die Partie schließlich zu zehnt, da Benjamin Haufe wegen Foulspiels mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde.

Der TSV Sielmingen klettert damit auf den zweiten Tabellenplatz und visiert am nächsten Spieltag sogar die Spitze an. Denn Glemser, Glemser & Co gastieren beim Tabellenführer TSV Denkendorf, der sich den Platz an der Sonne durch einen Last-Minute-Auswärtssieg beim Vorgänger Harthausen sichern konnte. Kein Wunder, dass der Jubel im Sielminger Lager nach dem 3:0 gegen Wendlingen groß war, steht doch nun zum ersten Mal ein echtes Spitzenspiel auf dem Programm. Die Elf von Matthias Schwarz hofft wieder auf ihren Heimnimbus, wenn sie als nächstes den Aufsteiger TSV Berkheim in Wendlingen empfängt – sicherlich schon eine richtungsweisende Partie.

Wir sind gespannt und bleiben in der A1 am Ball. Jetzt aber mit Schmackes!

TSV Sielmingen - TSV Wendlingen 3:0 (1:0)

1:0 (36.) Dirk Glemser, 2:0 (63.) Marc Glemser, 3:0 (65.) Dirk Glemser.

Gelb-Rot

Haufe (71./TSVW).

Schiedsrichter

Heselschwerdt (SC Neubulach)

TSV Wendlingen

(1) Alexander Kurz – (2) Gohl, (3) Murr, (4) Fritsch (72. (13) Seidler), (8) Ghebremariam – (10) Wiest, (6) Wolf, (7) Wagner (68. (12) Klein), (5) Haufe – (9) Neumann (72. (14) Andreas Kurz), (11) Beck.

Bereits in der letzten Saison 2008/09 gelang dem TSV Wendlingen gegen die kompakten Sielminger kein Tor: Das Hinspiel in Wendlingen blieb torlos, das Rückspiel gewann die Filder-Elf mit 1:0. Den Treffer erzielte im Übrigen auch Angreifer Dirk Glemser.

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