Der Julius Hirsch Preis war vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Jahr 2005 in Erinnerung an den gleichnamigen, in Auschwitz ermordeten jüdischen Fußball-Nationalspieler (1892-1943) als Konsequenz aus der Aufarbeitung der Rolle des Verbandes in der NS-Zeit gestiftet worden. Er soll den Einsatz gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie für Toleranz und Menschenwürde auszeichnen. Der Jury gehören neben dem Präsidenten des DFB, Theo Zwanziger, und dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, auch Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Maria Böhmer, die Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, der ehemalige deutsche Bundesinnenminister Otto Schily sowie Vertreter der Kirchen und der Familie Hirsch an.
In diesem Jahr fand die Preisverleihung am 9. September im Vorfeld des WM-Qualifikationsspiels der deutschen Nationalelf gegen Aserbaidschan in Hannover statt. Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis erhält die Münchner Initiative „Löwenfans gegen Rechts“, die sich seit etlichen Jahren nachhaltig gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung einsetzt. Den zweiten Platz mit 6000 Euro vergab die Jury an den in Jena beheimateten Verein „Hintertorperspektive“, der von Fans des FC Carl Zeiss Jena gegründet wurde. Das Fanprojekt Hannover wurde aufgrund seiner antirassistischen Arbeit auf den dritten Platz gewählt und erhält 4000 Euro. Den zum ersten Mal vergebenen Ehrenpreis bekommt Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Wochenzeitung Die Zeit.
Wir von MIT SCHMACKES gratulieren den Preisträgern und begrüßen die ausgezeichneten Aktionen.














