Der Landesliga-Abstieg der Köngener Ersten ist auch an dem Reserveteam nicht spurlos vorüber gegangen. Zwar hat sich das Gesicht der Mannschaft von Trainer Stephan Hartenstein nicht allzu weltbewegend verändert – auch die Routiniers wie Niko Ljekocevic oder Ingo Tallafuß sind noch mit dabei –, doch schon in der Rückserie der vergangenen Saison 2008/09 trat deutlich zutage, dass der Pfeil heuer eher nach unten denn nach oben zeigen würde. So kam es dann bislang auch: Einem katastrophalen Saisonstart mit einer 1:9-Schlappe beim Aufsteiger FV Plochingen ließ die Elf von der Fuchsgrube bis zum neunten Spieltag lediglich zwei Pünktchen folgen. Auch das Torverhältnis mit den wenigsten geschossenen, gleichzeitig aber den meisten kassierten Treffern sieht alles andere als rosig aus. Klar, dass die Köngener zur Zeit das Schlusslicht der Kreisliga A1 bilden.
Angesichts dieser Punkteausbeute aus den ersten acht Begegnungen kam die Favoritenrolle vor dem Lokalderby beim TSV Wendlingen eindeutig den Gastgebern zu, die nach ihrem ersten Auswärtserfolg in Altbach (2:0) mit einem Auge nach oben schielten. Die Anfangsphase gehörte dann jedoch dem Tabellenletzten, der mit schnellem Pressing versuchte, die Einheimischen zu überrumpeln. Die Abwehr der Lauterstädter hielt aber souverän stand. Eine wirklich zwingende Torgelegenheit entstand in dieser Köngener Drangphase nicht. In der Folgezeit sahen die zahlreichen zum Derby erschienenen Zuschauer eine kampfbetonte Begegnung, die sich weitgehend im Mittelfeld des kleinen Kunstrasenplatzes Im Speck abspielte.
Fritsch findet die Lücke
In der 27. Minute fiel dann die zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt erwartete Führung für die Schwarz-Elf, als ein direkter Freistoß von Kevin Fritsch aus gut und gerne 25 Metern flach durch die gegnerische Mauer den Weg ins Köngener Gehäuse fand. Dennis Amler im Tor der Gäste konnte dem Ball keine entscheidende Richtungsänderung mehr geben. Mit dieser knappen Wendlinger Führung ging es unter der Leitung von Meldin Topcagic in die Halbzeitpause.
Auch in der zweiten Spielhälfte zeigte sich der gastierende Tabellenletzte bemüht – die Durchschlagskraft fehlte aber völlig. Die Köngener Spitzen waren in der Wendlinger Verteidigung in besten Händen. TSV-Torhüter Alexander Kurz, mit gewohnt sicherer Ausstrahlung, war kaum gezwungen einzugreifen. Auf der anderen Seite konnten sich die Wendlinger Angreifer auch nur selten in Szene setzen; über die Außen fanden ebenfalls keine gefährlichen Aktionen statt. So war es einer weiteren Standardaktion vorbehalten, den zweiten Wendlinger Treffer und somit die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Eine Hereingabe Manuel Wagners von der linken Seite verwertete der wenige Minuten zuvor eingewechselte Florian Wiest am langen Pfosten volley zum 2:0 (75.) – gleichzeitig der Endstand.
Der TSV Köngen II steht somit vor einem sehr steinigen Weg aus dem Tabellenkeller, hat die Hartenstein-Elf nun doch schon ganze acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Auch wenn man mit dem TSV Wendlingen über weite Strecken mithielt, war es schlichtweg zu wenig, um die Lauterstädter ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Mannschaft von Matthias Schwarz hingegen hat die Möglichkeit, weiterhin im Windschatten der beiden Erstplatzierten Denkendorf (3:2 gegen Altbach) und Harthausen (3:1 gegen Sielmingen) mitzuschwimmen. Dazu sollte man allerdings beim bevorstehenden Gastspiel beim punktgleichen Dritten TV Nellingen II, der bei der SG Eintracht Sirnau mit 2:1 die Oberhand behielt, etwas Zählbares einfahren.
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TSV Wendlingen - TSV Köngen II 2:0 (1:0)
1:0 (27.) Fritsch, 2:0 (75.) Wiest.
Schiedsrichter
Topcagic (Denkendorf)
TSV Wendlingen
(1) Alexander Kurz – (2) Gohl, (3) Murr, (4) Fritsch, (7) Seidler – (8) Ghebremariam, (6) Wolf, (10) Wagner (79. (14) Andreas Kurz), (11) Beck (68. (13) Wiest) – (9) Neumann (87. (12) Herrmann), (5) Haufe.
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Das Lokalderby zwischen dem TSV Wendlingen und dem TSV Köngen II auf dem neuen Wendlinger Sportgelände Im Speck endete in der vergangenen Saison 2008/09 im Übrigen ebenfalls mit 2:0 für die Lauterstädter. Das Hinspiel in der Köngener Fuchsgrube hatte 1:1 unentschieden geendet.














