„Das hat sich wieder mal nicht gelohnt“, so der Baltmannsweiler Spielleiter Scharpf nach der Partie. Ja, die Fahrt auf die nicht gerade sonnenverwöhnte Schurwaldhöhe hätte sich der eine oder andere kälteempfindliche Zuschauer an diesem Tage sparen können. Die vorangegangenen neunzig Spielminuten boten den Anhängern bei fröstelnden Temperaturen sicherlich auch keine Erwärmung, denn beide Mannschaften taten sich über die gesamte Spielzeit offensichtlich schwer, in der Offensive Konstruktives zustande zu bringen. Die Einheimischen versuchten sich ausschließlich mit langen Bällen auf ihren agilen Angreifer Marc Haidle, der letztlich jedoch meist auf sich alleine gestellt war. So resultierten die einzigen beiden gefährlichen Situationen für das Gehäuse des Wendlinger Torhüters Alexander Kurz aus Aktionen Haidles: In der 23. Spielminute landete eine Flanke des Baltimore-Angreifers auf dem Tornetz; eine Viertelstunde vor dem Ende traf er mit einer schönen Direktabnahme nach einer Flanke von der rechten Seite die Querlatte.
Wendlingen hat zwei Mal die Führung auf dem Fuß
Die Wendlinger Gäste, nach ihren bitteren Pleiten gegen Nellingen (0:5) und zuhause gegen Oberensingen (2:5) darauf bedacht, möglichst wenig Fehler zu machen, standen zunächst sicher und zeigten sich engagiert in den Zweikämpfen. Da sich die Fotarellis-Elf ziemlich einfallslos nach vorne präsentierte, ergab sich nach etwa 25 Minuten eine leichte Überlegenheit für den TSV Wendlingen und sogleich die große Möglichkeit zur Führung, als sich Florian Neumann in der Baltmannsweiler Platzhälfte geschickt den Ball erkämpfte und optimal in den Lauf seines gestarteten Teamkollegen Tim Beck passte. Doch Beck legte sich das Spielgerät im letzten Moment zu weit vor, so dass der herauseilende Baltimore-Schlussmann Eisinger klären konnte. Nur wenige Minuten später hatte auch der aufgerückte Verteidiger Jonatan Ghebremariam die Führung auf dem Fuß, doch nach einem Schuss Benjamin Haufes aus 18 Metern, der an den Pfosten holperte, jagte er den Ball aus wenigen Metern über das leere Baltmannsweiler Tor. Das war’s dann aber auch schon mit den Torgelegenheiten. Allzu viel bot sich den Zuschauern im Schurwald nicht mehr, so dass es torlos in die Halbzeit ging.
Marc Haidle trifft die Latte
Nach dem Seitenwechsel tat sich auch nicht mehr viel. Beide Hintermannschaften vermieden grobe Schnitzer, so dass sich die Stürmer kaum in Szene setzen konnten. Spielerisch wussten beide Teams auch nicht zu überzeugen, weshalb die Anhänger eine sehr durchwachsene Partie sahen. Der Lattentreffer Haidles in der 75. Minute war im Grunde der einzige „Aufreger“ einer zweiten Halbzeit, an deren Ende ein torloses Unentschieden stand, das die Situationen beider Teams in der Tabelle nur unwesentlich ändert. Der TSV Baltmannsweiler schloss dank der Niederlage des Dritten TV Nellingen II (0:2 zuhause gegen den GFV Odyssia Esslingen) zur Landesliga-Reserve auf, der TSV Wendlingen rutschte aufgrund seines schlechten Torverhältnisses zwei Plätze nach unten auf Rang 9.
Die Ergebnisse des 12. Spieltags offenbarten einmal mehr die Ausgeglichenheit der A1. Lediglich der TSV Harthausen, der standesgemäß beim Letzten TSV Köngen II mit 4:0 gewann, zieht an der Tabellenspitze mit nunmehr 30 Punkten einsam seine Kreise. Profitieren konnte die Filder-Elf dabei von der überraschenden 1:3-Pleite des Zweiten TSV Denkendorf beim Aufsteiger TSV Oberensingen, der als die „Mannschaft der Stunde“ nach drei Siegen in Folge schon auf Platz 5 zu finden ist. Das Esslinger Derby zwischen der TSG Esslingen und dem TSV Wäldenbronn entschieden die Wäldenbronner Gäste nach hart umkämpften neunzig Minuten mit 2:1 für sich. Im Kellerduell TSV Wernau gegen die SG Eintracht Sirnau behielt die Sirnauer Elf von Trainer Klaus Schipke verdient mit 2:1 die Oberhand. Der TSV Berkheim gewann zuhause gegen Mitaufsteiger FV Plochingen mit 1:0. Zu guter Letzt besiegte der SC Altbach den immer weiter nach unten rutschenden TSV Sielmingen mit dem gleichen Ergebnis, knapp mit 1:0.
–
TSV Baltmannsweiler - TSV Wendlingen 0:0
Tore Fehlanzeige
Schiedsrichter
Schmidt (SpVgg Germania Schlaitdorf)
TSV Baltmannsweiler
(1) Eisinger – (2) Glotz, (3) Scholer, (4) Anderl, (5) Gruner – (6) Kurrle (70. (14) Bender), (7) Hahn, (8) Halbgebauer, (10) Fotarellis – (9) Haidle, (11) Schälling.
TSV Wendlingen
(1) Kurz – (3) Murr, (4) Fritsch (54. (12) Seidler), (8) Ghebremariam, (2) Herrmann – (10) Wiest, (6) Wolf, (7) Wagner, (11) Beck (70. (13) Klein) – (5) Haufe, (9) Neumann.
–
In der Saison 2008/09 holte der TSV Wendlingen gegen Baltmannsweiler überhaupt keinen Zähler: Das Hinspiel im Lauterstadion verlor die Elf von Matthias Schwarz ebenso mit 1:2 wie das Rückspiel in Baltimore.














