„Fair ist mehr“: Reiner Schlegel vom FV Ravensburg ausgezeichnet

Uwe Gahala | 12. März 2010 | 0 Kommentare
Jedes Jahr prämiert der Deutsche Fußball-Bund innerhalb des Wettbewerbs „Fair ist mehr“ besonders faires Verhalten auf dem Fußballplatz. Seit dem Auftakt 1997 gingen insgesamt mehr als 4000 Vorschläge der Prämierung ein. Im abgelaufenen Kalenderjahr 2009 verzeichnete der Wettbewerb mit knapp 500 Einsendungen gar ein Rekordergebnis. Die Sieger wurden nun im Vorfeld des Länderspiels Deutschland gegen Argentinien in München ausgezeichnet. So auch Reiner Schlegel vom FV Ravensburg, der Gewinner innerhalb des Württembergischen Fußballverbands.

Eigentlich sollten die Preisträger 2009 des vom DFB initiierten Wettbewerbs zugunsten des Fairplay „Fair ist mehr“ bereits vor dem ausgefallenen Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Chile in Köln geehrt werden; nun durften sie sich über eine Einladung nach München freuen. Dort wurden sie in den Räumlichkeiten des FC Bayern München an der Säbener Straße empfangen. Unter ihnen war auch Reiner Schlegel, Trainer der C-Junioren des FV Ravensburg. In der Geschäftsstelle des Bundesligisten gratulierten DFB-Vizepräsident Rolf Hocke, FIFA-Referee und Schirmherr der Aktion Herbert Fandel, Ex-Nationalspielerin Sandra Minnert, Alt-Bayern-Profi und Weltmeister von 1990 Hansi Pflügler, ebenso wie der Ehrenamtsbeauftragte des WFV Norbert Laske sowie WFV-Präsident Herbert Rösch.

Fairplay statt Aufstieg

Die Aktion, für die Schlegel nun ausgezeichnet wurde, bezieht sich auf sein Verhalten beim Aufstiegsspiel seiner Mannschaft zur Oberliga Baden-Württemberg am 10. Juni 2009 gegen die TSG Balingen. Beim Stand von 1:1 zwischen den beiden Meistern der C-Junioren-Landesstaffeln spielte ein Balinger Spieler den Ball ins Seitenaus, um eine Behandlung eines am Boden liegenden Ravensburger Akteurs zu ermöglichen. Nach der Unterbrechung führte Ravensburg den Einwurf aus und ein Ravensburger Spieler schlug das Spielgerät aus etwa 40 Metern Entfernung auf den Torhüter der TSG. Der lange Ball geriet jedoch immer länger und landete schließlich hinter dem überspielten Balinger Torwart im Netz zum 2:1 für Ravensburg. Daraufhin reagierte Reiner Schlegel zusammen mit seinen Spielern damit, dass sie einen Gegenspieler ungehindert auf ihr Gehäuse zulaufen und zum 2:2-Endstand einschieben ließen. Das Rückspiel in Balingen verloren Schlegel und seine Schützlinge mit 1:2 und verpassten so die zweite Runde der Aufstiegsspiele.

„Zwar geht es in diesen Spielen um wirklich viel, aber mit so einem unglücklichen Tor möchte man auch nicht weiterkommen. Deshalb war diese Reaktion absolut logisch in meinen Augen“, kommentierte Reiner Schlegel das überaus faire Verhalten seiner Mannschaft. Auch MIT SCHMACKES begrüßt diese beispielhafte Aktion für Fairness und Fairplay und gratuliert Reiner Schlegel und dem FV Ravensburg zu der Auszeichnung.

Wenn Sie irgendetwas in dieses Feld eintragen, wird der Kommentar als Spam betrachtet

Wir wollen Dich als Neuzugang
Sei Teil einer Mannschaft, die etwas von Fußball versteht sowie darüber schreibt – einer Mannschaft ohne Grenzen. Denn unsere Farben kann jeder tragen. Gerade Du könntest uns entscheidend verstärken. Kurz angemeldet, kannst Du Dich überall und jederzeit einloggen, um Deiner Meinung zu verschiedenen Themen des Fußballs Ausdruck zu verleihen, ob in Worten oder Form von Bildern.
Meister 2008 ist der FC Barcode
Die prestigeträchtige Trophäe der Stuttgarter Stadtliga ist ein weiteres Jahr im Besitz des FC Barcode, der im Finale gegen die Pumas mit 6:0 triumphierte. MIT SCHMACKES gratuliert und freut sich, weiterhin als exklusiver Berichterstatter dabei zu sein und die Spiele, Ereignisse sowie Hintergründe beleuchten zu können und der Öffentlichkeit zu präsentieren. mehr...
Vom Blog zum Magazin
Dass der Fußball ein unerhörtes Medienspektakel darstellt, ist klar. Unklar war dem Fan bisher nur, wie er auf die Seite der Medienmacht gelangen kann. Sowohl als Blog als auch in gedruckter Form bieten wir ein Magazin, das offen ist für die Beiträge aller Fußballfans. Denn der Fußball findet in erster Linie dort statt, wo ihn die Leute gemeinsam erleben: im Austausch der Fans.
We are Fans for Football
Für die WM 2006 riefen wir unter dem Titel „wm0711" ein Projekt von Fans für Fans ins Leben, das über die Spiele und Ereignisse rund um das Turnier in Stuttgart authentisch und ungefiltert berichtete. So war das Sommermärchen quasi unser persönlicher Anpfiff. Die Initiative erhielt neben großer internationaler Aufmerksamkeit eine Auszeichnung der Friedrich-Ebert-Stiftung. mehr...