Nach dem torreichen 4:4-Unentschieden beim TSV Wäldenbronn-Esslingen am Spieltag zuvor vermeldete der TSV Wernau in dieser Woche die Verpflichtung von Roland Keck als Spielertrainer für die kommende Saison. Keck kommt vom TSV Notzingen; mit ihm möchte die Vereinsleitung den direkten Wiederaufstieg vollbringen, nachdem die sogenannten oberen Wernauer in dieser Spielzeit als einzige chancenlose Mannschaft schon frühzeitig abgeschlagen und abgestiegen waren.
Auch der TSV Wendlingen geht mit dem Modell des Spielertrainers in die nächste Saison: Alessandro Di Martile kommt aus der Verbandsliga vom 1. FC Frickenhausen und stellte sich unlängst bei einem Clubabend im Wendlinger Vereinsheim seinem neuen Team sowie dem neuen Umfeld vor.
Gegenwärtig stehen die Lauterstädter im Niemandsland der Liga, obwohl man lange Zeit den Blick auf den Relegationsplatz in die Bezirksliga richten konnte. Doch eine Niederlagenserie von fünf Pleiten nacheinander ließen das jüngste Team der Staffel mittlerweile auf den neunten Rang abrutschen. Zuletzt unterlag die Schwarz-Elf dem TSV Baltmannsweiler mit 1:2.
Valet mit der frühen Wendlinger Führung
Beim Gastspiel auf dem Wernauer Kehlenberg stellte der TSV Wendlingen aber schon frühzeitig die Weichen auf Sieg. Bereits in der vierten Spielminute war es der aufgerückte Innenverteidiger Alexander Valet, der nach einer Standardsituation den Ball im Fallen unter Wernaus Torhüter Mario Grasser zum 0:1 über die Linie beförderte. Auch danach waren die Gäste das spielbestimmende Team; Fabian König im Gehäuse der Wendlinger musste in den ersten fünfundvierzig Minuten so gut wie überhaupt nicht eingreifen. Nach einem unglücklichen Handspiel eines Wernauer Abwehrspielers im eigenen Strafraum zeigte der Unparteiische Armin Sigler vom VfL Kirchheim auf den ominösen Punkt. Wendlingens Goalgetter Thorsten Köstle schnappte sich den Ball, scheiterte aber mit seinem Versuch an Grasser (19.).
0:3 zur Halbzeitpause
Fünf Minuten später war der Wernauer Keeper jedoch wieder geschlagen, und zwar von Mitspieler Patrick Klein, der den Ball nach einer weiten Flanke Manuel Wagners von der rechten Mittelfeldseite ins eigene Gehäuse bugsierte. Weitere drei Minuten darauf war die Partie praktisch entschieden, als Thorsten Köstle, begünstigt durch einen kapitalen Abwehrfehler der Einheimischen, von der Mittellinie alleine auf Grasser zulaufen konnte und diesem zum 0:3 für Wendlingen keine Chance ließ. Köstle fungierte im Übrigen bis November 2009 als Co-Trainer der Wernauer, ehe er zur Winterpause vom TSV Wendlingen als Spieler verpflichtet wurde. Kurz nach dem dritten Gäste-Treffer hatte Köstle in beinahe gleicher Situation wie beim 0:3 den vierten auf dem Fuß, scheiterte aber dieses Mal an Grasser. Danach ging es in die Halbzeitpause.
Köstle mit seinem 17. Saisontor
Nach dem Seitenwechsel ließen die Wendlinger Gäste etwas nach, so dass sich auch auf Wernauer Seite die eine oder andere Gelegenheit ergab. Die beste davon vereitelte aber Fabian König mit einem tollen Fußreflex. Zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings bereits 0:4 für den TSV Wendlingen: Thorsten Köstle hatte mit einem Schuss aus etwa 18 Metern nach schöner Vorarbeit von Jonatan Ghebremariam ins rechte untere Toreck getroffen. Bis zum Ende der Partie hätte Wendlingen sicherlich durch konsequenteren Abschluss noch nachlegen können; letztlich blieb es aber dabei.
Im Hinspiel in Wendlingen düpierte die Schwarz-Elf die Gäste dank einer erheblichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit sogar noch mit einem Treffer mehr (5:0). In der Saison 2008/09 blieb das Aufeinandertreffen auf dem Wernauer Kehlenberg torlos; in der Vorrunde hatte Wendlingen zuhause mit 4:2 gewonnen.
Harthausen und Berkheim auf dem Sprung nach oben
Der 28. Spieltag der Kreisliga A1 Neckar-Fils hat im Aufstiegsrennen so ziemlich Klarheit gebracht. Der in den letzten Wochen arg schwächelnde Spitzenreiter TSV Harthausen konnte mit einem 5:2-Auswärtserfolg beim TV Nellingen II einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft machen. Bei lediglich noch zwei zu absolvierenden Partien und vier Punkten Vorsprung kann die Filder-Truppe nur noch vom zweitplatzierten TSV Berkheim abgefangen werden. Die Berkheimer entschieden das Verfolgerduell gegen den SC Altbach durch zwei Treffer in der Nachspielzeit mit 3:1 für sich und können sich ihrerseits bei sechs Zählern Polster auf die Altbacher nun ganz darauf konzentrieren, die Harthausener noch vom Thron zu stoßen. Sollte das nicht gelingen, winkt als Trost ja noch die Relegation in die Bezirksliga.
Spannung pur im Abstiegskampf
Der GFV Odyssia Esslingen verabschiedete sich jetzt endgültig aus dem Aufstiegsrennen; man verlor beim TSV Oberensingen verdient mit 1:3. Die sogenannten „Sandhasen“ haben sich nun mit sieben Punkten aus drei Spielen eindrucksvoll im Abstiegskampf zurückgemeldet und haben als Anführer der Abstiegszone alles selbst in der Hand. Doch auch ein Teil der anderen bedrohten Teams hat sich noch nicht aufgegeben. So feierte der TSV Köngen II einen überlebenswichtigen 3:0-Heimsieg gegen den TSV Sielmingen, der seinerseits trotz Trainerwechsel auf den vorletzten Platz abrutschte. Sowohl die TSG Esslingen als auch die SG Eintracht Sirnau, die sich am 28. Spieltag torlos trennten, befinden sich ebenfalls noch mit dem Rücken zur Wand. Der dazwischen liegende FV Plochingen ergatterte beim Siebten TSV Wäldenbronn-Esslingen zumindest auch ein torloses Remis. Das Mittelfeldduell zwischen dem TSV Baltmannsweiler und TSV Denkendorf entschieden die Schurwälder von Trainer Joannis Fotarellis mit 3:2 für sich.
Wir bleiben ganz nah dran. Mit Schmackes eben.
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TSV Wernau - TSV Wendlingen 0:4 (0:3)
0:1 (04.) Valet, 0:2 (24./ET) Klein, 0:3 (27.) Köstle, 0:4 (60.) Köstle.
Besondere Vorkommnisse
Köstle scheitert mit Handelfmeter an Grasser (19.).
Schiedsrichter
Sigler (VfL Kirchheim)
TSV Wendlingen
(1) König – (2) Herrmann, (3) Murr, (4) Valet, (6) Fritsch – (8) Ghebremariam, (13) Wolf (70. (10) Wiest), (7) Wagner, (5) Haufe – (11) Beck (75. (13) Kurz), (9) Köstle (80. (12) Ruff).














