Das Persönlichkeitsrecht des Fußballspielers

„Das Persönlichkeitsrecht des Fußballspielers“

Peter Schwarz | 19. Mai 2010 | 0 Kommentare
Nahezu zwangsläufig ins Blickfeld der Öffentlichkeit begibt sich, wer an Sportwettbewerben teilnimmt. Es wird über ihn berichtet in gedruckten oder elektronischen Medien, in Fotos oder bewegten Bildern, in Blogs oder Foren. Die rasante technische Entwicklung hat mit sich gebracht, dass ganze Spiele ohne erheblichen Aufwand einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können. Der Sport ist damit bis in die Hobbyligen hinein ein ernst zu nehmender Gegenstand der öffentlichen Berichterstattung. Diese Entwicklung wirft zahlreiche Rechtsfragen auf. Der Württembergische Fußballverband hat nun eine 152-seitige Schriftensammlung zu diesem Thema herausgebracht.

Inwieweit verträgt sich die fortschreitende Berichterstattung und Vermarktung mit den Persönlichkeitsrechten der Sportler? Ist eine solche Berichterstattung, die zum Teil bis weit in die Privatsphäre der Sportler hinein reicht, vereinbar mit den Freiheitsrechten sowie Schutzbedürfnissen der Betroffenen? Respektiert sie den unantastbaren Kernbereich des Privaten?

Persönlichkeitsrechte sind außerdem dann tangiert, wenn es darum geht, im Kampf gegen Doping Meldepflichten einzuführen und Dopingkontrollen durchzusetzen. Hier wie da kollidiert das Interesse der Verbände und des Staates an Information und sauberen sowie fairen Wettkämpfen mit dem Recht des Sportlers auf Achtung seiner Persönlichkeit.

Die Referenten des wfv-Sportrechtsseminars 2008 zum Thema „Das Persönlichkeitsrecht des Fußballspielers“ haben sich diesen und ähnlichen Fragen gewidmet und Lösungswege aufgezeigt. Die 152-seitige Broschüre, nun herausgegeben vom Württembergischen Fußballverband e.V., kostet 34 Euro (ISBN 978-3-8329-5501-4 (Schriften zum Sportrecht, Bd. 18)).

Stichwörter: Sportrecht, WFV

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