Am ersten Spieltag der vergangenen Saison 2009/10 gastierte der TSV Wendlingen das letzte Mal bei der SG Eintracht Sirnau und holte sich damals eine deftige 0:6-Packung ab. Doch der Verlauf der Spielzeit war im Anschluss dann ein ganz anderer. Während die SG bis kurz vor Saisonende gegen den Abstieg kämpfen musste, setzte sich der TSV frühzeitig aus diesen Regionen ab und stand bisweilen im oberen Tabellendrittel.
Zukünftig möchten die Verantwortlichen der Lauterstädter noch höher hinaus. Dazu machten sie mit der Neuverpflichtung eines namhaften Spielertrainers in der Region von sich reden: Alessandro Di Martile kam aus der Verbandsliga vom 1. FC Frickenhausen und stellte sich vor der Sommerpause bei einem Clubabend im Wendlinger Vereinsheim seinem neuen Team sowie dem neuen Umfeld vor.
Sirnauer Beginn nach Maß
Die Begegnung der Kreisliga-A1-Konkurrenten begann für die Wendlinger jedoch denkbar schlecht, denn nach gerade mal drei Zeigerumdrehungen zappelte der Ball im Netz von TSV-Torhüter Alexander Kurz. Jens Schober hatte den Ball am langen Pfosten nach einer Maßflanke von Benjamin Reutzsch eingeköpft; zuvor hatte sich die linke Seite der Gäste mit einem Doppelpass düpieren lassen.
Topdag und Köstle drehen das Resultat
Das Di-Martile-Team ließ sich aber nicht beirren und kam recht schnell zurück in die Partie. Nach einem gewonnenen Zweikampf Ercan Topdags im Mittelfeld steuerte dieser alleine auf den Sirnauer Schlussmann zu und ließ ihm mit einem beherzten Abschluss ins lange Eck keine Abwehrmöglichkeit. In der Folgezeit hatten die Wendlinger eindeutig mehr Ballbesitz, während es die Sirnauer Gastgeber allzu häufig mit langen Bällen auf ihre einzige Spitze Jörg Hamburger versuchten. Der befand sich allerdings in der Wendlinger Verteidigung in besten Händen. So war es eine logische Konsequenz, dass der TSV auch zählbar Oberwasser bekam. In der 27. Spielminute war Torjäger Thorsten Köstle, bis zur Sommerpause 2009 in Sirnauer Diensten, zur Stelle, indem er den Torhüter der Einheimischen umspielte und den Ball zur 2:1-Führung für seine Farben einschob. Damit ging es unter der Leitung von Schiedsrichter Stefan Wolf in die Halbzeitpause.
Schulz bombensicher vom Elfmeterpunkt
Nach dem Wechsel ergab sich ein ähnliches Bild. Die Mannschaft von Alessandro Di Martile versuchte, einen durchaus möglichen dritten Treffer nachzulegen, um die Partie frühzeitig für sich zu entscheiden. Doch je länger das Spiel dauerte, desto weniger durchschlagskräftig betätigte man sich in der Offensive. So war der Eintracht die Möglichkeit gegeben, unverhofft wieder zurück zu kommen, als der Unparteiische nach einem Handspiel Di Martiles im Wendlinger Strafraum auf den ominösen Punkt zeigte. Elfmeter-Spezialist Steffen Schulz ließ sich die Chance nicht entgehen und hämmerte den Ball unhaltbar für Kurz unter die Querlatte.
Erst Kurz’ Parade, dann Haufes Big Point
Somit war wieder alles offen und die Elf von Trainer Klaus Schipke witterte Morgenluft. Nur wenige Minuten nach dem erneuten Ausgleich tauchte der bereits in Hälfte eins zur Stärkung der Offensivbemühungen eingewechselte Angreifer David Plodek nach einem Fehler Kevin Fritschs in der Wendlinger Abwehr alleine vor Alexander Kurz auf. Der behielt allerdings die Nerven und parierte glänzend. Als nun die meisten angereisten Zuschauer mit einer Verlängerung rechneten, verwertete der auf Wendlinger Seite eingewechselte Benjamin Haufe einen weiten diagonalen Ball von Spielertrainer Alessandro Di Martile mit einem überlegten Flachschuss zum 3:2-Siegtreffer für den TSV.
Damit kommt es in Runde 2 des Bezirkspokal-Wettbewerbs zum Duell der Lauterstädter mit der Oberliga-Reserve des VfL Kirchheim/Teck, der dem Kreisliga-B-Vertreter SV Reudern mit 8:0 das Nachsehen gab. Die Partie wird am 2. September in Wendlingen ausgetragen. Im letzten Jahr gelang es dem TSV Wendlingen, bis ins Viertelfinale vorzudringen, wo man schließlich dem TSV Raidwangen den Vortritt lassen musste (1:2).
Wir bleiben ganz nah dran. Mit Schmackes eben.
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SG Eintracht Sirnau - TSV Wendlingen 2:3 (1:2)
1:0 (03.) Schober, 1:1 (12.) Topdag, 1:2 (26.) Köstle, 2:2 (70./HE) Schulz, 2:3 (87.) Haufe.
Schiedsrichter
Stefan Wolf (Esslingen)
TSV Wendlingen
(1) Alexander Kurz – (2) Gohl, (3) Murr (60. (15) Ghebremariam), (4) Ruff, (5) Fritsch – (6) Di Martile, (8) Wiest, (7) Wolf, (11) Andreas Kurz (46. (12) Haufe), (10) Topdag (46. (13) Beck) – (9) Köstle.
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Die 2. Mannschaft des TSV Wendlingen ereilte in der ersten Pokalrunde gegen den TSV RSK Esslingen II ein äußerst unglückliches Ausscheiden. Denn trotz klarster Torgelegenheiten, das Spiel gegen das Team des ehemaligen Wendlinger Übungsleiters Matthias Schwarz frühzeitig für sich zu entscheiden, unterlagen die Lauterstädter auf heimischem Geläuf letztlich noch mit 3:4 nach Verlängerung.














