Keine drei Minuten waren gespielt, als der Ball das erste Mal im Netz der sogenannten „Hexenbanner“ zappelte. Wendlingens Rechtsaußen Tim Beck hatte sich auf der Außenbahn mit seiner Schnelligkeit durchgesetzt; seinen Querpass verwertete Thorsten Köstle in zentraler Position souverän mit einem platzierten Abschluss. Die Wolfschlugener Gastgeber kamen kaum aus der Umklammerung. Nach einem Eckball von Wendlingens Spielertrainer Alessandro Di Martile verlängerte Dominik Wolf am kurzen Pfosten genau auf Köstle, der das Spielgerät im Fallen über die Linie bugsierte. So stand es also bereits 2:0 für die gastierenden Lauterstädter, bevor Wolfschlugen erstmals in Reichweite des von Alexander Kurz gehüteten Gehäuses kam. Mehr als ein Warnschuss von Alfio Tomasello sprang vorerst nicht heraus.
Die Mannschaft von Trainer Carlo Greco versuchte es in der Folgezeit immer wieder mit langen diagonalen Bällen; in der 29. Minute war es wieder Tomasello, der nach einem Wendlinger Abwehrfehler alleine vor Kurz auftauchte; dieser behielt allerdings die Nerven und parierte gekonnt mit dem Fuß. Ehe der Unparteiische Wolfgang Waidmann zur Halbzeitpause bat, machte Thorsten Köstle seinen lupenreinen Hattrick voll und erzielte im Nachschuss seinen dritten Treffer. Im Grunde kam dies einer Vorentscheidung gleich, auch wenn die Gastgeber mit Beginn der zweiten Spielhälfte das Geschehen ausgeglichener gestalteten.
Nach einer Standardsituation konnte Roberto Zaccaro für die Hexenbanner auf 1:3 verkürzen (53.). Bei den Wendlingern schienen nun etwas die Kräfte zu schwinden, denn immer wieder sorgten allzu unnötige Ballverluste, Fehler und Nachlässigkeiten in der Rückwärtsbewegung für Wolfschlugener Angriffe. So konnte man sich bei Alexander Kurz bedanken, dass er zwei, drei Mal bei gefährlichen Situationen auf dem Posten war. Auf der anderen Seite sorgte nun einzig Köstle für Unruhe und hätte gut und gerne noch drei weitere Tore erzielen können; erst scheiterte er jedoch an der Querlatte, dann verzog er aus aussichtsreicher Situation deutlich, das dritte Mal reagierte Wolfschlugens Schlussmann zwei Mal hintereinander bravourös. Nach einem Di-Martile-Freistoß stieg der aufgerückte Innenverteidiger Benjamin Murr am höchsten und markierte per Kopf doch noch das 4:1 für seine Farben. Dass David Coconcelli in der Nachspielzeit abermals für die Einheimischen verkürzte, war lediglich noch Ergebniskosmetik.
Die Elf von Carlo Greco wird sich schnell an die Anforderungen der höheren Spielklasse gewöhnen müssen, sonst droht ihr vermutlich rasch das untere Tabellenviertel. Der TSV Wendlingen um Alessandro Di Martile überzeugte zumindest eine Halbzeit lang und hatte mit Torjäger Köstle den Matchwinner in seinen Reihen. Nach dem achtbaren fünften Platz beim Sennerpokal-Turnier der Nürtinger/Wendlinger Zeitung in der Vorbereitung sowie dem verdienten 3:2-Sieg bei der SG Eintracht Sirnau in der ersten Pokalrunde kam der TSV jedenfalls gut aus den Startlöchern und setzte sich ersteinmal auf Rang fünf in der Tabelle.
An die Tabellenspitze der ausgeglichenen Esslinger Staffel stürmte der wohl am höchsten gehandelte Vorjahres-Vize TSV Berkheim mit einem hohen 6:1-Auswärtssieg in Sielmingen. Große Überraschungen gab es nicht an diesem 1. Spieltag der Kreisliga A1 Neckar-Fils: mehr...
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TSV Wolfschlugen - TSV Wendlingen 2:4 (0:3)
0:1 (03.) Köstle, 0:2 (08.) Köstle, 0:3 (38.) Köstle, 1:3 (53.) Zaccaro, 1:4 (77.) Murr, 2:4 (90.) Coconcelli.
Schiedsrichter
Wolfgang Waidmann (TSV Oberstetten)
TSV Wendlingen
(1) Alexander Kurz – (2) Gohl, (4) Murr, (3) Fritsch, (11) Andreas Kurz – (6) Wiest, (8) Wolf, (5) Haufe, (7) Beck (71. (13) Mercaldi), (10) Di Martile – (9) Köstle (78. (12) Ghebremariam).
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Die 2. Mannschaft des TSV Wendlingen verlor ihre erste Begegnung der neuen Saison 2010/11 in der Kreisliga B3 Neckar-Fils aufgrund eines konditionellen Einbruchs bei den Wernauer Sportfreunden noch mit 1:3.














