In der ersten Runde gewann der VfL Kirchheim II beim Kreisliga-B-Team SV Reudern klar mit 8:0. Der TSV Wendlingen gab dem Ligakonkurrenten aus der Kreisliga A1 SG Eintracht Sirnau mit 3:2 das Nachsehen. Nach zwei Spieltagen erklommen beide Mannschaften in ihren Staffeln die Spitze der Tabelle, weshalb ein interessiertes Zuschauerpublikum durchaus zahlreich auf dem Wendlinger Sportgelände im Speck erschien.
TSV-Spielertrainer Alessandro Di Martile wechselte im Vergleich zum sehr überzeugenden 5:1-Heimsieg gegen den TSV Sielmingen am Wochenende zuvor drei Mal durch; so standen Frank Herrmann, Jan Seidler und der wieder genesene Langzeitverletzte Christopher Amend anstelle von Florian Wiest, Jonatan Ghebremariam und Dominik Wolf in der Startformation.
Ausgeglichene erste Halbzeit
Wie schon in den ersten beiden Liga-Spielen erwischten die Lauterstädter einen guten Start in die Begegnung. Nach nur zehn Minuten nutzte Thorsten Köstle einen kapitalen Schnitzer in der Kirchheimer Hintermannschaft, als sich sowohl die Verteidigung als auch Torhüter Fabian Dörre nach einem Heber von Di Martile aus der Wendlinger Hälfte heraus verschätzten, zur Führung. Auch danach sahen die knapp 100 Stadion-Besucher eine beinahe mehr als ebenbürtige Heimmannschaft. Ein Di-Martile-Freistoß aus spitzem Winkel, der am Außenpfosten landete, bedeutete fast den Ausbau der Wendlinger Führung (19.). Die Kirchheimer Gäste wussten sich in der Offensive so gut wie überhaupt nicht in Szene zu setzen, weshalb Trainer Stefan Haußmann Mitte der ersten Halbzeit zwei frische Kräfte brachte. Doch vorerst blieb es bei weitestgehend ungefährlichen Distanzschüssen.
Nach einem Eckball fiel dann aber der Ausgleich, als ein Kopfball von Kai Huttenlocher unhaltbar ins Wendlinger Gehäuse von Alexander Kurz abgefälscht wurde (29.). Die verbleibende Viertelstunde bis zur Halbzeit verging ohne nennenswerte Aktionen auf beiden Seiten.
Zehn Minuten mit drei Treffern bringen die Entscheidung
Als Schiedsrichter Ersin Demirezen (Schiedsrichtergruppe Göppingen) zur zweiten Halbzeit gebeten hatte, übernahmen allerdings die Teckstädter das Kommando. Der TSV Wendlingen schien in dieser Phase gedanklich noch in der Kabine zu sein, denn drei Kirchheimer Treffer binnen zehn Minuten bedeuteten schließlich den Knackpunkt des Spiels. Erst überlief Abdulsamed Akin auf der linken Angriffsseite den herauskommenden TSV-Keeper Kurz und traf aus spitzem Winkel zum 1:2. Nur eine Minute darauf hebelte die Haußmann-Elf die Hintermannschaft der Einheimischen erneut über die rechte Abwehrseite aus, so dass André Kriks in der Mitte nur noch den Fuß hinhalten musste (54.). Kriks war es auch, der weitere acht Minuten später nach einem Pass in die Schnittstelle der Wendlinger Abwehrkette mit einem trockenen Schuss aus 10 Metern ins lange Eck das vorentscheidende 1:4 markierte. Uwe Beran, einer der Kirchheimer Akteure aus dem Oberliga-Kader, erhöhte in der 68. Minute gar auf 1:5 für die Gäste.
Das Di-Martile-Team zeigte Moral und agierte weiter. So traf Jonatan Ghebremariam, inzwischen in die Partie gekommen, mit einem schnell ausgeführten Freistoß zum 2:5 (75.). Sieben Minuten später erzielte Benjamin Haufe im Nachschuss noch das 3:5. Angesichts des turbulenten Spielverlaufs wäre es durchaus noch möglich gewesen, wenn die Partie in der Schlussphase nocheinmal spannend geworden wäre. Nachdem Di Martile mittlerweile in die Spitze gewechselt war, wurde das lahmende Wendlinger Offensivspiel nochmals neu belebt. Allerdings zogen die Gäste durch zwei weitere Torerfolge André Kriks’ in den letzten beiden Minuten wieder davon und auch verdient in die dritte Runde des Bezirkspokals ein.
Die Mannschaft von Trainer Stefan Haußmann wird sicherlich ein Wörtchen bei der Vergabe der Trophäe in diesem Jahr mitreden; der TSV Wendlingen kann sich nun voll und ganz auf den ohnehin vollen Terminkalender des Ligabetriebs konzentrieren.
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TSV Wendlingen - VfL Kirchheim II 3:7 (1:1)
1:0 (11.) Köstle, 1:1 (29.) Huttenlocher, 1:2 (53.) Akin, 1:3 (54.) Kriks, 1:4 (62.) Kriks, 1:5 (68.) Beran, 2:5 (75.) Ghebremariam, 3:5 (80.) Haufe, 3:6 (89.) Kriks, 3:7 (90.) Kriks.
Schiedsrichter
Ersin Demirezen (TASV Göppingen)
TSV Wendlingen
(1) Alexander Kurz – (2) Gohl, (4) Di Martile, (3) Fritsch, (5) Haufe – (6) Herrmann, (8) Seidler, (10) Topdag (69. (13) Ghebremariam), (7) Beck (64. (12) Wolf), (11) Amend (46. (14) Ruff) – (9) Köstle (69. (15) Wiest).














