Der TSV Wendlingen um Spielertrainer Alessandro Di Martile war als Tabellenführer in die Esslinger Teilstadt gereist. In der Woche zuvor schlug man den Verfolger SG Eintracht Sirnau auf dem Wendlinger Sportgelände Im Speck klar mit 3:0. Die Wäldenbronner von Trainer Timm Fahrion musste sich beim Meisterschaftsfavoriten TSV Berkheim unter Wert mit 1:4 geschlagen geben. Umso wichtiger war für das Esslinger Team die Begegnung mit den Wendlingern, zumal der ehemalige Oberligist unbedingt selbst ein Wörtchen bei der diesjährigen Vergabe des Meisterwimpels mitzureden gedenkt.
So ging die Fahrion-Elf gleich von Beginn an couragiert zu Werke, was in der ersten Torchance nach wenigen Minuten Spielzeit resultierte, doch Gäste-Keeper Alexander Kurz war aufmerksam zur Stelle. Ebenso wie in der 15. Minute, als ein Querschläger an der Außenlinie den Ball gefährlich ins Wendlinger Abwehrzentrum beförderte, wo plötzlich Stürmer Antonino Cacciatore alleine vor Kurz auftauchte; aber Kurz behielt die Nerven und parierte bravourös.
Das Di-Martile-Team kam im Mittelfeld sowie in der Offensive weder ins Spiel noch in die Zweikämpfe, weshalb die Führung für die Gäste in der 32. Minute wie aus dem Nichts fiel: Florian Wiest setzte im Wäldenbronner Strafraum nach und bugsierte den Ball aus spitzem Winkel ins Gehäuse. Kurz vor dem Wechsel hatte Cacciatore auf der anderen Seite die schnelle Möglichkeit auszugleichen, schob einen Querpass von der rechten Außenbahn aber knapp am Wendlinger Tor vorbei. Es ging mit der knappen wie schmeichelhaften Führung für den Spitzenreiter in die Kabinen.
Danach ließ das 1:1 jedoch nicht lange auf sich warten, denn gleich mit dem ersten Spielzug der Gastgeber kam Michael Schmid nach einem Konterangriff aus spitzem Winkel zum Schuss, den Kurz per Fußabwehr gekonnt zur Ecke klärte. Den anschließenden Eckball verwertete Kapitän Andreas Schlittenhardt per Abstauber aus kurzer Distanz zum verdienten Ausgleich. Auch in der Folge spielte im Grunde nur die Mannschaft von Timm Fahrion; die Wendlinger Abwehr stand unter Dauerbeschuss. Während diese für lange Zeit den anrollenden Wäldenbronner Angriffen standhielt, musste auf der Gegenseite der Schlussmann der Einheimischen nicht ein einziges Mal wirklich eingreifen. So war es letztlich folgerichtig, dass die Partie in der 74. Minute zugunsten der Esslinger kippte. Der eingewechselte Oldie Gaetano Intemperante kam an der Strafraumgrenze nach einem Querpass von der rechten Außenbahn völlig frei zum Schuss und versenkte den Ball stramm und unhaltbar im langen Eck zum umjubelten 2:1.
In der Schlussphase waren die Einheimischen dem dritten Treffer näher, als die Gäste dem Ausgleich, so dass der Wäldenbronner Sieg vollauf in Ordnung ging. Damit musste der TSV Wendlingen dem TSV Berkheim die Tabellenführung überlassen; die Berkheimer gewannen das Spitzenspiel beim TSV Baltmannsweiler mit 1:2.
In der Vorsaison 2009/10 endete die Begegnung zwischen dem TSV Wäldenbronn und dem TSV Wendlingen in der Esslinger Teilstadt auch 2:1 für die Einheimischen. Das Hinspiel hatten dagegen die Lauterstädter mit 1:0 gewonnen.
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TSV Wäldenbronn-Esslingen - TSV Wendlingen 2:1 (0:1)
0:1 (32.) Wiest, 1:1 (46.) Schlittenhardt, 2:1 (74.) Intemperante.
Schiedsrichter
Frank Sauber (SRG Nürtingen)
TSV Wendlingen
(1) Kurz – (2) Gohl, (3) Fritsch, (4) Murr, (11) Herrmann (46. (14) Ruff) – (6) Di Martile, (8) Wolf, (10) Wiest, (7) Beck (76. (12) Ghebremariam), (5) Haufe (58. (13) Amend) – (9) Topdag.
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Die 2. Mannschaft des TSV Wendlingen in der Kreisliga B3 hatte an diesem Tag ebenfalls kein Glück und unterlag auf heimischem Geläuf dem FC Nürtingen 73 II mit 3:4 Toren.














