„André hat eine konstant gute Vorrunde ohne große Fehler gespielt. Er besitzt eine gute Ausstrahlung, in den Spielen steigert er sich nochmals und hält auch richtig schwierige Bälle“, so VfB-II-Torwart-Trainer Thomas Walter. Lohn der guten Leistungen: Weis gehört mittlerweile zum Lizenzspielerkader und trainiert mit dem Bundesliga-Team um Trainer Bruno Labbadia, für das er in Liga eins schon auf der Bank saß. VfB-Bundesliga-Torwart-Trainer Andreas Menger unterstreicht: „André hat es sich durch seine starken Leistungen in der dritten Liga verdient, bei uns dabei zu sein.“ Das Abschlusstraining absolviert er dann bei der 2. Mannschaft, bei der er auch in den Spielen im Kasten steht. Coach Jürgen Kramny schätzt an ihm zudem „seine ruhige und sachliche Art. Bei ihm muss man sich keine Sorgen machen“.
André Weis trägt beim VfB das Trikot mit der Nummer 33. Mit seinem Vorgänger mit dieser Rückennummer, Mario Gomez, hat der in Boppard geborene 22-Jährige allerdings nur wenig gemein. Weis, der in der Jugend für Germania Metternich, SG 99 Andernach und den FV Rübenach spielte, stieß im Jahr 2007 zu den Junioren der TuS Koblenz, für die er als Ersatztorwart in der 2. Bundesliga in der Saison 2008/09 erste Profi-Luft schnuppern konnte. Nach dieser Spielzeit wechselte er zum SV Wilhelmshaven in die Regionalliga, wo er 32 Begegnungen absolvierte. Im Anschluss kehrte er zurück nach Koblenz und kam in der 3. Liga auf neun Einsätze (Saison 2010/11).
Nachdem die Koblenzer aus finanziellen Gründen für die neue Saison 2011/12 keine Lizenz mehr erhalten hatten, sicherten sich die Jungen Wilden des VfB die Dienste des 189 Zentimeter großen und 84 Kilogramm schweren Torhüter-Talents. Sein Vertrag lief zunächst für eine Spielzeit – mit automatischer Verlängerung bis Juni 2013 durch 15 absolvierte Saisoneinsätze. Dass es nun bereits mehr sind, verdankt Weis natürlich dem überraschenden Wechsel von Bernd Leno zu Bayer 04 Leverkusen, mit dem man vor der Saison sicherlich nicht rechnen konnte. „Im Fußballgeschäft geht alles verdammt schnell. Wenn sich eine Chance ergibt, musst du da sein“, so Weis, „bei den Profis reinschnuppern und in der dritten Liga spielen – besser hätte ich es mir nicht vorstellen können. Es ist die ideale Konstellation für mich“. Und „Stuttgart ist ein Topklub – das merkt man auch“.
Nun konnte sich André Weis mit den Schwaben bereits darauf einigen, seinen durch die Einsatzregelung schon automatisch bis Juni 2013 verlängerten Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 30.06.2014 zu verlängern. Nicht nur gut für ihn – auch für den VfB: So ist der Keeper in der offiziellen kicker-Noten-Rangliste momentan der Topspieler der 3. Liga. Kein schlechter Aufstieg, nachdem André Weis vor drei Jahren noch des öfteren für die 2. Mannschaft der TuS Koblenz in der Kreisliga B zwischen den Pfosten gestanden war...
Auch im letzten Spiel des VfB II zeigte Weis eine glänzende Leistung und hielt seinem Team beim 1. FC Saarbrücken ein torloses Unentschieden fest. Schon in der Woche zuvor beim 1:0-Heimsieg gegen Jahn Regensburg war Weis Punktegarant gewesen.














