Wendlingens Trainer Klaus Müller reagierte nach den fünf sieglosen Partien im Anschluss an die Winterpause (zuletzt 2:5 gegen Nürtingen) und stellte seine Anfangsformation um: Für Tim Beck und Benjamin Ruff rückten Florian Wiest und Benjamin Murr in die Mannschaft. Auch auf dem Platz gab es Veränderungen: Routinier Sascha Strähle begann im defensiven Mittelfeld, dafür rückte Dominik Wolf auf die Außenverteidigerposition und Kevin Fritsch von dort auf den rechten Flügel. Der GSV Dürnau hatte seit Jahresfrist ähnliche Ergebnisse erzielt und erhoffte sich nach vier Unentschieden und der 0:2-Pleite in Neckartailfingen ebenfalls eine deutliche Leistungssteigerung, um nicht in die Abstiegszone abzurutschen.
Wendlingen geht verdient in Front
Über weite Strecken der Begegnung zeigte sich der Aufsteiger aus der Lauterstadt leicht überlegen und als das spielerisch etwas bessere Team. Lohn war schließlich die 2:0-Halbzeitführung durch zwei fein herausgespielte Treffer: In der 21. Minute wagte Abwehrchef Patrick Maier einen Vorstoß in den Angriff und netzte nach Zusammenspiel mit Angreifer Tobias Schweiger mit dem Außenrist zur Wendlinger Führung ein, welche Thorsten Köstle in der 38. Minute nach Flanke von Rechtsaußen Kevin Fritsch verdientermaßen ausbaute.
Kurz nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit zeigte Schiedsrichter Pascal Lacmann nach einem Foul im Wendlinger Strafraum auf den ominösen Punkt. Vidaim Kadrolli scheiterte an TSVW-Torhüter Markus Zimmermann; doch der Unparteiische ließ den Elfmeter wiederholen und Kadrolli versenkte den zweiten Versuch zum Dürnauer Anschluss (50.).
Nachdem Köstle auf Zuspiel Strähles in der 68. Minute mit seinem zweiten Treffer und 13. Saisontor den alten Abstand wieder hergestellt hatte – er umkurvte dabei den herauseilenden GSV-Keeper Jens Kutzner und schob ins leere Gehäuse ein –, wähnten die mitgereisten Wendlinger Anhänger ihre Farben bereits auf der Siegesstraße, zumal die Dürnauer Gastgeber aus dem Spiel heraus nur wenige Aktionen nach vorne hatten.
Kadrolli sichert Dürnau einen Punkt
Doch unnötige Fehler im Zusammen- wie Stellungsspiel der Gäste brachten das Team von Trainer Michael Hütt zurück ins Spiel. Nach einem langen Ball gen Wendlinger Sechzehnmeterraum sah sich Kadrolli begünstigt durch einen Fauxpas in der Gästeabwehr und traf zum erneuten Anschluss (72.). Knappe zehn Zeigerumdrehungen später versenkte er auch noch einen direkten Freistoß aus rund 18 Metern Entfernung genau in den Winkel. Dadurch war das Resultat überraschend egalisiert.
Es blieb beim 3:3 – angesichts des Spielverlaufs sicherlich verschenkte Punkte für den TSV Wendlingen, der weiterhin nur hauchdünn von den direkten Abstiegsplätzen entfernt rangiert. Der GSV Dürnau sollte sich allerdings mit lediglich drei Zählern mehr auf dem Konto drei Tabellenplätze davor nicht in Sicherheit wiegen; die Hütt-Elf kann ihr Punktekonto am nächsten Spieltag, 29.04., aufbessern, wenn sie beim Letzten TV Unterboihingen gastiert. Wendlingen empfängt dann zuhause den Sechsten FV Neuhausen (Hinspiel 1:0).
Die 2. Mannschaft des TSV Wendlingen kam in der Kreisliga B3 Neckar-Fils ebenso nur zu einem Remis und spielte in Unterensingen 2:2.
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GSV Dürnau - TSV Wendlingen 3:3 (0:2)
0:1 (21.) Maier, 0:2 (38.) Köstle, 1:2 (50./FE) Kadrolli, 1:3 (68.) Köstle, 2:3 (72.) Kadrolli, 3:3 (81.) Kadrolli.
Schiedsrichter
Pascal Lacmann (Illertal)
Rot
Kadrolli, Getto (beide Dürnau, nach dem Schlusspfiff).
Zuschauer
120
GSV Dürnau
(1) Jens Kutzner – (19) Andreas Getto, (5) Filip Bilac, (13) Peter Mayer, (8) Manuel Rieker – (6) Sören Mende, (14) Sebastian Schwenk, (16) Alessandro Trevisani, (18) Bekim Elezaj, (11) Lukas Brügger – (10) Vidaim Kadrolli. Trainer: Michael Hütt.
TSV Wendlingen
(1) Markus Zimmermann – (3) Dominik Wolf (83. (14) Tim Beck), (4) Benjamin Murr, (2) Patrick Maier, (5) Alexander Schroeder – (6) Sascha Strähle, (8) Florian Wiest (75. (13) Benjamin Ruff), (7) Kevin Fritsch, (11) Manuel Wagner (69. (12) Christopher Amend) – (10) Tobias Schweiger, (9) Thorsten Köstle. Trainer: Klaus Müller.














