Die Macht der Self-fulfilling Prophecy – Teil 2
Wenn im Herbst die Blätter fallen, beginnen auch in der Bundesliga die Stühle zu wackeln. Die Internet-Foren füllen sich, Gerüchte über vermeintliche Nachfolger, die bereits auf der Tribüne sitzen, allerorts. Diese beinahe schon traditionelle Geschichte wiederholt sich jetzt – wer hätte das gedacht? Dass es aber ausgerechnet Markus Babbel sein würde, nicht mal ein ganzes Jahr im Amt, das hatten auch wir nicht geahnt. Eine neue Self-fulfilling Prophecy?
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Das System Favre ist gescheitert
Wir schreiben den 14.3.2009: Nach 24 Spieltagen führt die alte Dame aus Berlin die Bundesligatabelle mit einem satten Vorsprung von vier Punkten an. Einen Monat später verspricht der Stabilisator der Abwehr Josip „Joe“ Simunic den Anhängern per Megafon die wohl begehrteste Salatschüssel Deutschlands. Dieses Versprechen kann er zwar nicht einhalten, dennoch belegt der Hauptstadtklub einen guten vierten Tabellenplatz in der Endabrechnung. Und dies vor allem dem „System Favre“ sei Dank (wir berichteten). Optimisten träumten gar von einer neuen Zeitrechnung in Berlin, von ruhigeren Zeiten und mehr Kontinuität, doch wie so oft kam es erstens anders und zweitens als man denkt…
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Ist Kevin Großkreutz blind oder dumm?
Dass Fußballer für gewöhnlich eine ganz eigene Wahrnehmung der Realität haben, die nicht unbedingt mit der wirklichen, also tatsächlichen Realität übereinstimmen muss, ist hinlänglich bekannt. In Derby-Zeiten ganz besonders sogar. Die Vereinsbrille schärft dabei nicht immer den Blick für die wirkliche, also tatsächliche Realität. O.K. Dass aber Dortmunds Kevin Großkreutz drei Tage nach dem 134. Revierderby gegen Schalke immer noch behauptet, von Manuel Neuer per Ellenbogenschlag attackiert worden zu sein, obwohl aufgetauchte Fernsehbilder das längst widerlegt haben, lässt nur zwei Möglichkeiten zu: Entweder ist Kevin Großkreutz blind oder er ist dumm. Entscheiden sie selbst.
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Wie Mario Gomez auszog, um Europa zu erobern...
Viele beglückwünschten den FC Bayern zur Verpflichtung von Mario Gomez für die vereinsinterne Rekordsumme von 35 Millionen (35.000.000 Euro). Schließlich gilt Gomez als der beste Stürmer Deutschlands, der alle Fähigkeiten eines modernen Mittelstürmers vereint. Sprechen doch 43 Tore in den letzten zwei Bundesligaspielzeiten eine eindeutige Sprache. Jedoch gab es von Anfang an einige Experten, die dieser Verpflichtung skeptisch gegenüber standen.
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Das kleine Einmaleins der Rotation
Seit Beginn der Saison dreht sich beim VfB Stuttgart alles um den Begriff: Die Rotation. Im fußballerischen Kontext bedeutet die Rotation den Wechsel der Aufstellung von Spiel zu Spiel mit dem Ziel, dadurch allen Spielern Spielpraxis zu geben und wichtige Spieler schonen zu können. Verinnerlicht hat Markus Babbel diese Philosophie in seiner Münchner Zeit als Spieler unter (G)Ottmar Hitzfeld, der die Rotation Ende der 90er in Deutschland einführte und die Bayern dadurch zu diversen Meisterschaften und sogar zu einem Champions-League-Triumph führte. Warum die Rotation beim VfB Stuttgart bisher gänzlich ohne Erfolg geblieben ist und daher von Babbel wieder abgeschafft wurde, liegt daran, dass das kleine Einmaleins der Rotation nicht beachtet wurde.
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Kleine Geste, große Wirkung: Der Stinkefinger
Von den Bolzplätzen der Provinz bis in die Höhen des internationalen Fußballs erregt keine Blutgrätsche der Welt geschweige denn Spuckattacke so viel Aufsehen wie die denkbar kleinste Geste mit denkbar größter Wirkung: Der ausgestreckte Mittelfinger. Landläufig als „Stinkefinger“ verpönt kann er mittlerweile auf eine respektable Sportgeschichte zurück blicken. Der jüngste Fall: Der Mittelfinger eines Massimo Busacca, immerhin FIFA-Referee. Von Busacca und den Effenbergs dieser Welt.
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Christian Gentner, der Unsichtbare
Was haben Tobias Weis, Marvin Compper, Patrick Helmes, Jermaine Jones, Alexander Madlung, Zoltan Sebescen und Roberto Hilbert gemeinsam? All diese mehr oder weniger jungen Spieler sind alle im Besitz eines deutschen Passes und wurden bereits nach wenigen Bundesligaspielen – Tobias Weis gar nur nach einer Handvoll – in die Nationalmannschaft berufen. Galt das früher noch als Anerkennung für gute Leistung über mehrere Jahre, so ist spätestens seit der unrühmlichen Ära Ribbeck eine Kehrtwende um 180° erfolgt: Hat ein junger, deutscher Spieler mehrere befriedigende oder gute Spiele absolviert, wird dieser von den hiesigen Medien derart hochgejubelt, dass auch die Verantwortlichen des DFB auf ihn aufmerksam werden und er folglich nominiert ist. Doch seltsamerweise greift dieser Mechanismus nicht bei Ex-Stuttgarter und seit 2007 Wolfsburger Christian Gentner.
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Denk' ich an Schalke in der Nacht...
Gut, dass ich kein Schalke-Fan bin. Warum auch? Vor ‘ner gefühlten Ewigkeit mal Meister der Herzen. Die Eurofighter oder Yves Eigenrauch – o.K. Aber Jermaine Jones und Konsorten? Meine Güte, nein, danke. Kein Wunder, dass dort niemand hin will. Kein Kahn, kein Bilic, wahrscheinlich nicht mal der Lothar. Irgendwie wollen sie sogar alle weg. Am besten weit. Ganz weit nach draußen begaben sich zwei Schalke-Fans nach dem verlorenen Spiel gegen den HSV, als sie, nachdem sie ihren Fernseher zertrümmert hatten, in blinder Wut durch die Straßen zogen und versuchten in ihrer Verzweiflung eine Moschee anzuzünden. Der Versuch misslang und endete, zumindest für einen der beiden, im Krankenhaus.
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Das Phänomen Hertha BSC Berlin
Ganz Fußball-Deutschland reibt sich verwundert die Augen: Nicht der große FC Bayern, nicht Werder Bremen und auch nicht Herbstmeister Hoffenheim führen die Tabelle an, sondern die „Alte Dame“ aus Berlin, die im Moment alles andere als alt wirkt.
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My friend Roman
Es ist schön, wenn man Freunde hat. Ich mag Freunde. Besonders Dich, Roman. Nicht wegen Deinem vielen Geld. Ganz und gar nicht. Sondern weil Du so ein klasse Typ bist. Weißt Du noch, als Du damals im Sandkasten ein Loch gebohrt hast, und da auf einmal Öl rauskam? So jedenfalls hast Du mir's mal erzählt. Und als Du den Fußball eigenhändig nach Russland getragen hast? Davor kannten die das gar nicht. Gemein, dass die von der Bank Dir jetzt so viel Geld weggenommen haben. Aber was sagst Du, ich komm' einfach nach London und geb Dir etwas zurück. Nein, Roman, nicht das Geld. Geld bedeutet mir nämlich überhaupt nichts.
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„Wie betreibe ich schlechte Transferpolitik?“ Teil 2
Viel hatte sich der VfB Stuttgart für die Saison 08/09 vorgenommen: Über den Umweg UI-Cup die Qualifikation für den UEFA-Cup sowie ein Platz unter den ersten Fünf waren die Anforderungen an Trainer Armin Veh. Dafür forderte Veh jedoch neue Spieler, um den Kader in der Breite und vor allem in der Spitze zu verstärken. Nur unzureichend erfüllte Manager Horst Heldt die Forderungen seines Trainers.
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„Wie betreibe ich schlechte Transferpolitik?“ Teil 1
Die DFB-Nominierungen der ehemaligen VfBler Tobias Weis und nun auch Andreas Beck werfen die berechtigte Frage auf: Wie konnte der VfB diese beiden Spieler ziehen lassen? Hauptverantwortlich für die Personalpolitik sind bekanntlich der Trainer (Armin Veh) und der Sportdirektor (Horst Heldt). Der eine wurde entlassen, doch der andere hat weiterhin die sportliche Verantwortung inne.
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Quo vadis, VfB?
Euphorie herrschte im gesamten Umfeld der Stuttgarter nach dem durchaus erfolgreichen Trainerdebüt von Markus Babbel. Doch nach dem desaströsen 1:5 gegen den FC Bayern München und dem damit verbundenen Aus im DFB-Pokal stellt sich nun die Frage: Handelt es sich um einen Weckruf zur richtigen Zeit oder um den Beginn einer (weiteren) Krise?
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Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
Eine Schwalbe macht zweifellos noch keinen Sommer, drei Siege aus fünf Spielen auch keinen Deutschen Meister respektive UEFA-Cup-Sieger, oder vielleicht doch? Verfolgt man die lokale Berichterstattung oder auch die Stimmen zahlreicher Fans, so könnte der neutrale Beobachter den Eindruck vermittelt bekommen, der VfB Stuttgart stünde fünf Punkte vor dem FC Bayern München und der UEFA-Cup-Sieg sei nur noch Formsache. Daher beschloss ich, die Tabelle genauer unter die Lupe zu nehmen.
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1. FC Frickenhausen
98elf
Alexander Kurz
Alexander Valet
Armin Veh
Benjamin Haufe
Bezirk Neckar-Fils
Bezirkspokal Neckar-Fils
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Kreisliga B3 Neckar-Fils
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Markus Babbel
Matthias Schwarz
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TSV Wernau
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Meister 2008 ist der FC Barcode
Die prestigeträchtige Trophäe der Stuttgarter Stadtliga ist ein weiteres Jahr im Besitz des FC Barcode,
der im Finale gegen die Pumas mit 6:0 triumphierte. MIT SCHMACKES gratuliert und freut sich, weiterhin
als exklusiver Berichterstatter dabei zu sein und die Spiele, Ereignisse sowie Hintergründe beleuchten
zu können und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
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Vom Blog zum Magazin
Dass der Fußball ein unerhörtes Medienspektakel darstellt, ist klar.
Unklar war dem Fan bisher nur, wie er auf die Seite der Medienmacht gelangen kann.
Sowohl als Blog als auch in gedruckter Form bieten wir ein Magazin, das offen ist für die Beiträge aller Fußballfans.
Denn der Fußball findet in erster Linie dort statt, wo ihn die Leute gemeinsam erleben: im Austausch der Fans.
We are Fans for Football
Für die WM 2006 riefen wir unter dem Titel „wm0711" ein Projekt von Fans für Fans ins Leben,
das über die Spiele und Ereignisse rund um das Turnier in Stuttgart authentisch und ungefiltert berichtete.
So war das Sommermärchen quasi unser persönlicher Anpfiff. Die Initiative erhielt neben großer internationaler
Aufmerksamkeit eine Auszeichnung der Friedrich-Ebert-Stiftung.
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